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Johann Fust

Enzyklopädieartikel

Johann Fust (um 1400 bis 1466), Buchhändler und Verleger aus Mainz. Zwischen 1450 und 1452 verlieh Fust Geld an Johannes Gutenberg, mit dem dieser einen Schriftsatz mit beweglichen Metalllettern für seine Druckerpresse herstellen wollte. Als Fust sein Geld nicht zurückbekam, ging er gegen Gutenberg vor Gericht und forderte die damals noch geheim gehaltene Druckpresse als Schuldenausgleich. Auch wenn nähere Informationen fehlen, scheint er die Presse erhalten zu haben: Veröffentlichte er doch gemeinsam mit seinem Schwiegersohn Peter Schöffer Bücher in seiner eigenen Druckerei. Die Psalmensammlung Psalterium Moguntinum, die beide 1457 druckten, war das erste gedruckte Buch mit einem Datum und dem Nachweis der Druckwerkstatt. 1462 druckten Fust und Schöffer eine lateinische Bibel, 1465 etwa De Officiis (Über die Pflichten) von Cicero. Dieses Buch war die erste gedruckte Ausgabe eines lateinischen Klassikers und enthielt die ersten gedruckten griechischen Buchstaben. Johann Fust wird mitunter mit Faust gleichgesetzt.

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