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Trompe-l’œil

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Samuel Van Hoogstraeten: Trompe-l’œil-KorridorSamuel Van Hoogstraeten: Trompe-l’œil-Korridor

Trompe-l’œil (französisch: Augentäuschung), Begriff aus der Malerei, bezeichnet eine besondere Art von Gemälden, die beim Betrachter den Eindruck von dreidimensionaler „Wirklichkeit” erzeugt, obgleich die Darstellung tatsächlich nur zweidimensional ist. Beispielsweise wird eine auf einem Vorhang sitzende Fliege so dargestellt, dass der Vorhang als Teil des Gemäldes erscheint, während die Fliege selbst wie ein echtes Insekt aussieht, das sich auf der Bildoberfläche niedergelassen hat.

Aus frühen Quellen wissen wir, dass diese Technik bereits in der Antike verwendet wurde. In der Renaissance gaben wohlhabende Kunstliebhaber aufwendige Trompe-l’œil-Gemälde in Auftrag, bei denen die Künstler ihr technisches Können unter Beweis stellen konnten, z. B. hinsichtlich Perspektive oder Licht- und Schattenwirkung. So wurden halboffene Türen und Fenster dargestellt, Leute scheinen aus und ein zu gehen, und man blickt in eine Landschaft oder offenen Himmel. An die Decke malte man gerne Balkone, von denen Putten (Engel) auf den Betrachter herabzublicken scheinen. Im 19. Jahrhundert erlebte die Technik des Trompe-l’œil durch den amerikanischen Maler William Harnett eine neue Blüte.

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