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Windows Live® Suchergebnisse BoaschlangenEnzyklopädieartikel
Boaschlangen, Arten aus der Familie der Riesenschlangen, der u. a. Boaschlangen und Pythons angehören. Wie alle Mitglieder der Familie sind Boas Würgeschlangen: Sie erdrücken ihre Beute und verschlingen sie dann im Ganzen. Um Beutetiere verschlingen zu können, die größer sind als der Kopf der Boa, vermag die Schlange ihre Kiefer sehr weit zu dehnen. Zwar sind Boas in der Lage, einen Menschen zu töten, doch wäre es ihnen kaum möglich, ihn zu verschlingen. Sie gelten daher als ungefährlich. Je nach Größe der Beute kann es mehrere Tage dauern, bis eine Boa ihre Nahrung verdaut hat. Alle außergewöhnlich großen Schlangenarten gehören zur Familie der Riesenschlangen. Doch gibt es auch kleinere Boaspezies: So erreichen einige Arten ausgewachsen Längen von nur 60 Zentimetern. In Färbung und Musterung sind Boas sehr variabel. Die Familie der Riesenschlangen umfasst etwa 20 Gattungen und 70 Arten, die durch gut entwickelte Hüftknochen und im Körperinnern liegende Relikte von Hinterbeinen gekennzeichnet sind. Letztere sind als Aftersporne (Zehen mit Krallen) auch äußerlich sichtbar. Boas und Pythons unterscheiden sich nicht nur in Skelettmerkmalen: Boas bringen in der Regel lebende Junge zur Welt, Pythons dagegen legen Eier. Pythons kommen hauptsächlich in Eurasien vor, wogegen Boas weltweit verbreitet sind. Die wahrscheinlich am besten bekannte Boa ist die Königsschlange oder Abgottschlange, besser bekannt unter ihrem lateinischen Namen Boa constrictor. Sie lebt in Regenwäldern Zentral- und Südamerikas. Die Königsschlange ist rötlich grau gefärbt mit einer leiterähnlichen dunklen Zeichnung und wird in der Regel bis zu drei Meter lang; es wurden aber auch Exemplare von bis zu vier Metern gefunden. Berichte über noch größere Exemplare basieren wahrscheinlich auf Verwechslungen mit Anakondas oder asiatischen Pythons. Eine in Südosteuropa lebende Boa ist die Sandschlange oder Westliche Sandboa; sie kommt u. a. in Griechenland, Bulgarien und Rumänien vor. Die Sandschlange erreicht eine maximale Körperlänge von 80 Zentimetern, sie ist oberseits braungelb bis grau gefärbt und hat dunkle Flecken. Sie besiedelt Halbwüsten, Steppen und sandige Meeresküsten und kann sich schnell im Sand eingraben; auf diesem Verhalten basiert ihr Name. Sandschlangen leben von kleinen Nagetieren. Das Weibchen legt 6 bis 20 Eier, die Jungen schlüpfen sofort nach der Eiablage (die Art ist ovovivipar). Baumbewohnende Boas wie die leuchtend gefärbte, bis zwei Meter lange amerikanische Hundskopfboa haben einen kräftigen Greifschwanz. Mit ihrem dreieckigen Kopf, ihren elliptischen Pupillen und ihren langen, gebogenen Fangzähnen ähneln sie giftigen Vipern. Siehe Anakonda; Python. Systematische Einordnung: Boas gehören zur Familie Boidae. Die Königsschlange wird wissenschaftlich Boa constrictor genannt, die Sandschlange Eryx jaculus und die Grüne Hundskopfboa Corallus caninus.
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