![]() |
Windows Live® Suchergebnisse
Windows Live® Suchergebnisse Seite 3 von 9
PortugalEnzyklopädieartikel
Artikelgliederung
Das Neujahrsfest begehen die Portugiesen am 1. Januar. Zu den Feiertagen gehören der Fastnachtsdienstag, der Karfreitag, der Ostersonntag und der Tag der Arbeit am 1. Mai. Der Tag der Freiheit am 25. April erinnert an die Revolution von 1974. Seit dem Mittelalter ist Fronleichnam im Mai oder Juni einer der bedeutendsten religiösen Feiertage des Landes. Portugiesischer Nationalfeiertag ist der Todestag des 1524 geborenen Dichters Luis de Camões. Am Tag Johannes des Täufers am 24. Juni finden im ganzen Land Umzüge, Aufführungen, Stierkämpfe und Feuerwerke statt. Am 15. August feiern die Portugiesen Mariä Himmelfahrt. Der 5. Oktober ist der Tag der Republik und erinnert an den Tag, als die Republik Portugal ausgerufen wurde. Am 2. November feiern die Menschen Allerseelen (Dia dos Finados), indem sie ihre Verstorbenen ehren. Portugal erlangte 1640 die Unabhängigkeit von Spanien. Dieses Ereignis wird am Unabhängigkeitstag am 1. Dezember festlich begangen. Weitere Feiertage sind der Tag der Unbefleckten Empfängnis am 8. Dezember und Weihnachten am 25. Dezember.
Die portugiesische Kultur ist eng verwandt mit der Kultur Spaniens. Sie wurde durch römische, westgotische und maurische Einflüsse geprägt.
Kinder zwischen 6 und 14 Jahren sind schulpflichtig, der Schulbesuch ist kostenlos. Durch gezielte Förderung des Bildungswesens konnte der Alphabetisierungsgrad von 70 Prozent im Jahr 1980 auf mittlerweile 94,1 Prozent angehoben werden. In Portugal gibt es 13 Universitäten und Hochschulen, acht davon befinden sich in Lissabon. Die Universität Coimbra und die Universität Lissabon wurden im 13. Jahrhundert gegründet und sind damit die ältesten des Landes.
Lissabon besitzt eine Reihe wichtiger Bibliotheken, darunter die Bibliothek der Akademie der Wissenschaften, die Ajuda-Bibliothek, die Nationalbibliothek und die Militärbibliothek. Das Nationalarchiv von Torre do Tombo, ebenfalls in Lissabon, ist erwähnenswert wegen seiner Sammlung historischer Dokumente aus dem 9. Jahrhundert. Die Bibliotheken in Porto, Évora, Braga und Mafra verwahren viele seltene, alte Bücher und große Handschriftensammlungen. Zu den Universitäten gehören verschiedene spezialisierte Bibliotheken. In den wichtigen Städten und Gemeinden jedes Distrikts findet man Museen für Archäologie, Kunst und Ethnographie. Das Kunstmuseum in Coimbra ist bekannt für seine Sammlung von Skulpturen aus dem 16. Jahrhundert, das Museum in Évora für seine römischen Skulpturen und Gemälde des 16. Jahrhunderts. Das Nationalmuseum für Alte Kunst in Lissabon beherbergt dekorative Kunst und Gemälde aus dem 12. bis 19. Jahrhundert. Ebenfalls in Lissabon befinden sich: das Nationalmuseum für Zeitgenössische Kunst; das Nationalmuseum für Naturkunde; das Calouste Gulbenkian Museum mit einer Sammlung von Kunstgegenständen von 2800 v. Chr. bis ins 20. Jahrhundert sowie das Ethnographische Museum und das Archäologische Museum.
Einige der in Portugal gefundenen Kunstrelikte stammen aus prähistorischer Zeit. Dolmen, alte steinerne Grabkammern, wurden entlang der Atlantikküste entdeckt. Im Gebiet der Algarve fand man Gräber aus der Eisenzeit. Einige der wichtigsten Baudenkmäler des Landes wurden während der römischen Besatzung der Iberischen Halbinsel (2. Jahrhundert v. Chr. bis 5. Jahrhundert n. Chr.) errichtet. Der so genannte Tempel der Diana im Südosten, die Ruinen der Stadt Aeminuium bei Coimbra an der Westküste sowie die Brücke von Chaves im Nordosten sind herausragende Beispiele römischer Architektur. Die anschließende Besetzung durch die Westgoten im 5. Jahrhundert und durch die Mauren im 8. Jahrhundert kann man an den verschiedenen Baustilen vieler portugiesischer Gebäude und Kirchen erkennen. Das 14. Jahrhundert war das goldene Zeitalter portugiesischer Bildhauerei. In dieser Zeit entstanden so prächtige Denkmäler wie die Gräber der Könige in Alcobaça. Die Bildhauer der Renaissance und des Barock in Portugal schufen ihre schönsten Werke für die Kirche. Die portugiesische Volksmusik schlägt einen Bogen von sehr lebhaften Liedern und Tänzen bis hin zu leidenschaftlichen Klagegesängen (siehe Fado). Ähnlich wie andere Musik der Iberischen Halbinsel, spiegelt die portugiesische Musik drei Haupteinflüsse wider: den der katholischen Kirche, der königlichen Troubadoure sowie der fahrenden Sänger, die ihre Geschichten überall im Land vortrugen. Zur Literatur des Landes siehe portugiesische Literatur.
© 1993-2008 Microsoft Corporation. Alle Rechte vorbehalten. |
© 2008 Microsoft
![]() ![]() |