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Windows Live® Suchergebnisse The WhoEnzyklopädieartikel
The Who, britische Rockgruppe. Von Mitte der sechziger bis Mitte der siebziger Jahre gehörte sie zu den erfolgreichsten und einflussreichsten Formationen der Rockmusik. The Who wurde 1964 von dem Gitarristen Pete Townshend (*1945), dem Bassisten John Entwistle (1944-2002), dem Sänger Roger Daltrey (*1944) und dem Schlagzeuger Keith Moon (1947-1978) in London gegründet. Die Gruppe hatte mit ihren Auftritten sofort großen Erfolg, die Fans reagierten enthusiastisch auf den harten, kompromisslosen Rock und die Bühnenshow, bei der Townshend und Moon auch ihre Instrumente zerstörten. Nach ersten Achtungserfolgen in der ersten Hälfte des Jahres 1965 mit den Singles I Can’t Explain und Anyway, Anyhow, Anywhere gelang ihr mit dem Song My Generation, der zu einer Hymne der Jugendlichen wurde, der erste große Erfolg. Im gleichen Jahr erschien unter demselben Titel die erste LP der Band. Weitere Welthits in den sechziger Jahren waren Substitute, I’m a Boy, Happy Jack, Pictures of Lily, I Can See For Miles und Magic Bus, die auf den Alben A Quick One (1966), The Who Sell Out (1968) und Magic Bus (1968) enthalten waren. Ihre erste Amerikatournee 1967 umfasste auch einen Auftritt beim legendären Monterey Pop Festival; 1969 zählte sie zu den Topacts in Woodstock (siehe Rock-Festivals). In der Folge wurde die zuvor überwiegend aggressive, energiegeladene Musik der Band variabler und differenzierter. Das Album Tommy (1969), eine Rockoper, wurde zum Welterfolg; es hielt sich über eineinhalb Jahre in den US-Charts. Die Gruppe führte das hauptsächlich von Townshend geschriebene, den Singlehit Pinball Wizard enthaltende Stück über einen taubblinden Flipperspieler nicht nur im London Coliseum auf (1969), sondern auch am Metropolitan Opera House in New York City (1970). Die Filmversion von Tommy (1975; Tommy) unter der Regie von Ken Russell zeigte Daltrey in der Titelrolle; des Weiteren spielten Ann-Margaret, Oliver Reed, Keith Moon, Tina Turner, Elton John, Jack Nicholson und Eric Clapton. Quadrophenia (1973), die zweite Rockoper von The Who, wurde 1979 ebenfalls verfilmt. Nach Tommy und dem kraftvollen Livealbum Live at Leeds (1970) setzte sich die Erfolgsgeschichte der (laut damaligem Guinness Buch der Rekorde) „lautesten Gruppe der Welt” mit den LPs Who’s Next (1971), The Who by Numbers (1975) und Who Are You (1978) fort; die größten Singlehits dieser Jahre waren Won’t Get Fooled Again, Behind Blue Eyes, Squeeze Box und Who Are You? Bereits Mitte der siebziger Jahre machten sich allerdings Abnutzungserscheinungen bemerkbar; Streitigkeiten zwischen Songschreiber Townshend und Sänger Daltrey über die Führungsposition und die Ausrichtung der Band eskalierten. Alle vier Bandmitglieder wandten sich nebenbei Soloprojekten zu. Nach dem überraschenden Tod des Schlagzeugers Keith Moon 1978, der an einer Überdosis eines Medikaments zur Dämpfung seiner Alkoholsucht starb, schien das Ende von The Who besiegelt. Die drei verbliebenen Musiker entschlossen sich jedoch, die Band weiterzuführen, und verpflichteten den ehemaligen Drummer von The Small Faces bzw. The Faces, Kenny Jones (*1948). Mit ihm entstanden zwei Alben, Face Dances (1981) und It’s Hard (1982), die jedoch weder künstlerisch noch kommerziell an die früheren Arbeiten anknüpfen konnten. Vor allem Townshends zunehmende Soloambitionen führten schließlich dazu, dass sich The Who 1983 offiziell auflöste. In den folgenden 20 Jahren fanden die Bandmitglieder (ab 1985 nur noch als Trio mit Townshend, Daltrey und Entwistle) mehrfach zu Einzelkonzerten und Tourneen wieder zusammen, ohne jedoch neue Songs einzuspielen. So traten sie 1985 beim Live Aid Concert in London auf, 1989 unternahm The Who zum 25-jährigen Jubiläum eine erfolgreiche Konzerttournee, 1996 spielte sie ein Wohltätigkeitskonzert vor 150 000 Zuschauern im Londoner Hyde Park, 1996/97 brachte die Band auf einer Welttournee Quadrophenia auf die Bühne, und 1999 spielte sie auf einer weiteren Tournee für wohltätige Zwecke (seitdem mit Zak Starkey, dem Sohn von Ringo Starr, am Schlagzeug). Einen Tag vor einer geplanten dreimonatigen US-Tour, starb im Juni 2002 überraschend der Bassist John Entwistle an kokaininduziertem Herzversagen; die Tour fand mit nur zweitägiger Verzögerung dennoch statt. Mit Endless Wire (2006) erschien nach 24 Jahren wieder ein Studioalbum von The Who; mit dieser von der Kritik hochgelobten Platte gilt die nur noch aus Townshend und Daltrey sowie Gastmusikern bestehende Band offiziell als wiedervereinigt.
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