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Bruce Springsteen

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Bruce Springsteen (*1949), amerikanischer Rocksänger, Gitarrist und Songwriter. Seine balladenhaften, einprägsamen Songs befassen sich meist mit zerbrochenen Träumen, sozialen Missständen in seiner Heimat und den Problemen Jugendlicher.

Springsteen wurde am 23. September 1949 in Freehold (New Jersey) geboren. Angeregt durch einen Fernsehauftritt von Elvis Presley, kaufte er sich im Alter von 13 Jahren eine gebrauchte Gitarre. Er brachte sich selbst das Klavier- und Mundharmonikaspielen bei und trat während seiner High-School-Zeit in Bars und Clubs auf. 1972 unterschrieb er bei Columbia Records einen Plattenvertrag, der ihm zehn LP-Veröffentlichungen zusicherte. Sein erstes Album, Greetings from Asbury Park, N.J., erschien 1973. Die nächste LP The Wild, the Innocent & the E Street Shuffle (1974) nahm er zusammen mit seiner Begleitband The E Street Band auf, mit der er in den folgenden Jahrzehnten zahlreiche Alben einspielte und Tourneen bestritt. Beide LPs waren zunächst wenig erfolgreich. Erst sein nächstes Album Born to Run (1975), das einen Tag im Leben eines verzweifelten Teenagers schildert, machte Springsteen zum Star: Mit seinem Image des hemdsärmeligen „Nobody” aus der Arbeiterklasse, seinen eingängigen, romantisch-atmosphärischen Songs, die der „schmutzigen”, deprimierenden Realität die Hoffnung und Zuversicht auf ein unverdorbenes Amerika entgegensetzen, und seinen kraftvollen, bald legendären Liveauftritten erwarb er sich schnell eine große Fangemeinde. Er erhielt den Beinamen „The Boss” und wurde vielfach als neuer Bob Dylan bezeichnet.

Nach längerer Pause, in der andere Interpreten wie die Hollies (Sandy), Patti Smith (Because the Night) und Manfred Mann (Blinded by the Light) mit Springsteen-Coverversionen Erfolge feierten, erschien 1978 Darkness on the Edge of Town. Ein Meilenstein wurde das Doppelalbum The River (1980) mit Springsteens erstem Top-Ten-Hit Hungry Heart. Das folgende Album Nebraska (1982), dessen melancholische Songs Kindheitserinnerungen heraufbeschworen und eine existentielle Einsamkeit vermittelten, entstand ohne Begleitband; es enthielt in bester Singer/Songwriter-Tradition nur Springsteens Gesang, Gitarren- und Mundharmonikaspiel.

Die LP Born in the USA, die 1984 veröffentlicht wurde, erwies sich mit rund 13 Millionen verkauften Exemplaren als größter kommerzieller Erfolg in der Geschichte von Columbia Records. Mit diesem Werk, das einmal mehr die Schattenseiten des „American Dream” thematisiert, wurde Springsteen endgültig zum Idol der amerikanischen Jugend und zu einem der führenden weltweiten Rockstars der achtziger Jahre. Das Album mit den Singlehits Dancing in the Dark, Cover me, Born in the USA, I’m on Fire, Glory Days und I’m Going Down hielt sich mehr als zweieinhalb Jahre in den amerikanischen und britischen Charts. 1986 folgte das spektakuläre 5-LP-Set Live. 1975–1985, und 1987 erschien Tunnel of Love, das ihm seinen ersten Grammy Award einbrachte.

Nach fünfjähriger Unterbrechung veröffentlichte Springsteen 1992 gleichzeitig die Alben Human Touch und Lucky Town, die Platz eins und zwei der Charts eroberten und seinen Ruf eines geradlinigen, ehrlichen Rockmusikers untermauerten. Für den Titelsong Streets of Philadelphia zu dem Film Philadelphia (1993) von Jonathan Demme wurde er mit einem Oscar ausgezeichnet. Das Lied Dead Man Walking (1995) zu dem gleichnamigen Film von Tim Robbins brachte ihm eine Oscar-Nominierung ein. Im selben Jahr erschien das akustische, düster-melancholische Konzeptalbum The Ghost of Tom Joad, eine Art Weitererzählung des Romans Grapes of Wrath (1939; Früchte des Zorns) von John Steinbeck. In den wieder gemeinsam mit der E Street Band eingespielten Songs seiner CD The Rising (2002) verarbeitete Springsteen die Ereignisse der Terroranschläge vom 11. September 2001. Mit einer Tournee unter dem gegen die Wiederwahl von George W. Bush gerichteten Banner „Vote for Change” erregte er 2004 Aufsehen (unter dieses Motto stellten auch andere Bands wie R.E.M. oder Pearl Jam ihre USA-Tourneen). Devils & Dust (2005) war wieder ein musikalisch sehr reduziertes, zwischen Country, Folk und Blues angesiedeltes Soloalbum, mit dem Springsteen an die Tradition von Nebraska und The Ghost of Tom Joad anknüpfte und für das er 2006 einen Grammy in der Kategorie Bester Rocksänger erhielt. Mit den Songs der CD We Shall Overcome – The Seeger Sessions (2006) huldigte er dem Werk der Folk-Legende Pete Seeger.

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