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Windows Live® Suchergebnisse SchwammspinnerEnzyklopädieartikel
Schwammspinner, großer europäischer Nachtfalter, der an Laubbäumen als ernst zu nehmender Schädling auftritt. Der Schwammspinner ist mit dem Goldafter und dem Trägspinner verwandt, die ähnliche Schäden anrichten können. Das geschlechtsreife Weibchen ist hell gefärbt mit dunklen Zeichen auf den Flügeln. Die Spannweite beträgt 3,2 bis 5,5 Zentimeter. Die relativ schweren Weibchen fliegen trotz ihrer gut ausgebildeten Flügel nur selten. Auch nach dem Schlüpfen bleibt das geschlechtsreife Weibchen in der Nähe der Puppenhülle, aus der es geschlüpft ist. Das geschlechtsreife Männchen ist olivbraun gefärbt mit dunklen Markierungen auf den Flügeln; obwohl seine Flügel kleiner sind als die des Weibchens, ist es ein sehr geschickter Flieger. Die gelben Eier werden in großer Zahl abgelegt (weniger als 200 bis über 1 000). Sie werden mit lederfarbenen Schuppen vom Hinterleib des Weibchens bedeckt. Die Larven (Raupen) erscheinen manchmal schon nach wenigen Wochen, in der Regel schlüpfen sie jedoch erst im folgenden Frühjahr. Die Raupen sind dunkel gefärbt, besitzen lange Haare sowie vier längsverlaufende Reihen von Tuberkeln (Knötchen). Jedes dieser Knötchen liegt auf einem Larvensegment, wobei die auf den vorderen Abschnitten blau und die auf den hinteren rot sind. Die Raupen fressen Blätter verschiedener Bäume, insbesondere Eichen- und Birkenlaub. Da ein wiederholtes Abfressen der Blätter die Bäume zum Absterben bringen kann, werden in Gegenden mit starkem Schwammspinnerbefall Maßnahmen zur Schädlingsbekämpfung ergriffen. Problematisch sind Massenvermehrungen des Schwammspinners, die bei trockenwarmer Witterung auftreten können; dies war in den Jahren 1993/94 vor allem in Franken der Fall. Systematische Einordnung: Der Schwammspinner gehört zur Familie der Lymantriidae aus der Ordnung Lepidoptera. Er heißt wissenschaftlich Lymantria dispar.
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