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Loire

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Oberlauf der LoireOberlauf der Loire

Loire, mit 1 020 Kilometern längster Fluss Frankreichs. Die Loire entspringt in den Cevennen im Südosten des Landes in einer Höhe von 1 400 Metern über dem Meeresspiegel. Sie strömt zunächst nach Norden, anschließend bis Orléans nach Nordwesten, dann nach Südwesten und schließlich in westlicher Richtung bis Nantes. Schließlich mündet sie in einem ungefähr 50 Kilometer langen Mündungstrichter (Ästuar) bei Saint-Nazaire in den Golf von Biscaya. Das Gebiet des Unterlaufs wird durch große Deiche geschützt. Von Osten fließen Nièvre und Maine in die Loire, von Westen Allier, Cher, Indre und Vienne; das Einzugsgebiet umfasst insgesamt etwa 120 000 Quadratkilometer. Die Loire ist in weiten Teilen ihres Verlaufes kanalisiert und schiffbar. Wirtschaftlich bedeutend ist die Schifffahrt mittlerweile jedoch nur noch zwischen Nantes und der Mündung. Über den Canal du Centre ist die Loire mit der Saône und dadurch mit dem Mittelmeer, über den Brest-Nantes-Kanal mit dem Hafen von Brest und durch einen weiteren Kanal mit der Seine verbunden.

Das Loiretal ist berühmt für seine Schlösser, die sich vor allem an den Ufern des mittleren Abschnitts des Flusses befinden. Sie wurden seit dem Mittelalter errichtet; während die frühesten Anlagen aus dem 12. und 13. Jahrhundert als Wehrburgen (z. B. in Angers) dienten, sind die Renaissanceschlösser (wie etwa in Amboise, Blois oder Chambord) überaus prunkhaft gestaltet. Die Lustschlösser des 18. Jahrhunderts (z. B. in Cheverney) werden überwiegend von ausgedehnten Gärten und Parks umrahmt. Die Loireschlösser stellen eine der touristischen Hauptattraktionen Frankreichs dar. Die Hänge entlang der Ufer der Loire werden landwirtschaftlich genutzt. Im Mittelpunkt steht dabei der Weinbau. Aus dem Loiretal kommen berühmte Weine wie Sancerre, Vouvray, Anjou und Muscadet.

Im Juli 1999 beschloss die französische Regierung den Verzicht auf den lange Zeit geplanten Bau des Staudamms Chambonchard. Stattdessen wurde die Unterstützung von Maßnahmen zur Erhaltung des naturnahen Charakters der Loire bekräftigt, in der in anderen Flüssen Europas längst ausgestorbene Tierarten noch immer geeigneten Lebensraum finden. Das Loiretal zwischen Maine und Sully-sur-Loire wurde im Jahr 2000 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt.

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