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MalaysiaEnzyklopädieartikel
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Malaysia verfügt über große Erz- und Erdölvorkommen. In diesem Industriezweig sind weniger als ein Prozent der Arbeitskräfte beschäftigt. Die Malaccahalbinsel hatte als Zinnproduzent lange Zeit eine Spitzenstellung auf dem Weltmarkt. Malaysia gehört weltweit noch immer zu den führenden Zinnlieferanten und steht heute nach Brasilien und Indonesien an dritter Stelle, obwohl die Produktion drastisch zurückging. Die vor der Küste liegenden Gas- und Ölfelder stellen eine wichtige Devisenquelle dar. Mit der Förderung wurde 1970 begonnen. Andere wirtschaftlich bedeutende Bodenschätze sind Bauxit, Eisenerz, Kupfer, Titaneisenerz und Gold.
Die Industrie beschäftigt etwa 38 Prozent der Erwerbstätigen und trägt zu mehr als 70 Prozent zu den Exporteinnahmen bei. Die Regierungspolitik misst der Errichtung exportorientierter Industriebetriebe große Bedeutung zu. Das Wachstum der verarbeitenden Industrie wurde insbesondere durch die Förderung ausländischer Investoren vorangetrieben. Zu diesem Zweck wurden freie Produktionszonen mit zahlreichen Privilegien wie steuerlichen Vorteilen ausgewiesen. Malaysia ist nach den USA und Japan wichtigster Produzent elektronischer Bauteile und größter Exporteur integrierter Schaltkreise. Andere elektronische Exportgüter sind Halbleiter, Radios, Kassettenrekorder und Stereoanlagen. Weitere wirtschaftlich bedeutsame Industriebetriebe verarbeiten Kautschuk, Zinn, Öl und Nahrungsmittel oder stellen chemische Erzeugnisse her.
Erdöl und Erdgas sind die Hauptenergiequellen für die malaiische Wirtschaft, gefolgt von Kohle und Wasserkraft. Brennholz ist noch immer eine der wesentlichen Energiequellen für einzelne Haushalte. Da das in Malaysia geförderte Öl sehr hochwertig ist, dient es fast ausschließlich dem Export. Für den Eigenbedarf wird Rohöl importiert. Erdgas gewinnt für die Erzeugung der elektrischen Energie zunehmend an Bedeutung.
Das Verkehrsnetz ist in Malaysia recht unterschiedlich entwickelt. Auf der Malaccahalbinsel gibt es ein umfassendes Straßen- und Eisenbahnnetz. In Sabah und Sarawak ist die verkehrsmäßige Erschließung noch nicht so weit fortgeschritten. Malaysia verfügt über ein Straßennetz von 98 721 Kilometern (2004). Auf der Malaccahalbinsel betreibt die staatseigene Eisenbahn ein 2 080 Kilometer langes Schienennetz, in Sabah erstreckt es sich über 140 Kilometer. Die nationale Fluggesellschaft ist die Malaysia Airlines, die 1971 gegründet wurde und In- und Auslandsflüge bietet. Der Subang Airport von Kuala Lumpur ist der bedeutendste der vier internationalen Flughäfen Malaysias. Wichtigste Seehäfen sind Kelang, George Town, Johor Baharu und Kuantan auf der Halbinsel sowie Kota Kinabalu und Kuching in Ostmalaysia.
Die Währungseinheit Malaysias ist der Malayische Ringgit (RM), der 100 Sen entspricht. Die Bank Negara Malaysia (1959 gegründet) ist Landeszentralbank und einziger Herausgeber der Währung. Die Börse befindet sich in Kuala Lumpur. Unter der New Economic Policy (NEP) hat sich das Finanzwesen beträchtlich entwickelt.
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