![]() Auswahl der Encarta-Redaktion
Gute Bücher zum Thema "Philippinen", ausgewählt von den Encarta-Redakteuren. Verwandte Elemente
Daten und Fakten
Suche in Encarta
In Encarta suchen nach Philippinen |
Windows Live® Suchergebnisse
Windows Live® Suchergebnisse Seite 3 von 11
PhilippinenEnzyklopädieartikel
Artikelgliederung
Rund 84 Prozent der Bevölkerung sind Katholiken, 6 Prozent Anhänger der Unabhängigen Philippinischen Kirche (Aglipayaner), 4,6 Prozent Muslime und 3,9 Prozent Protestanten. Darüber hinaus leben auf den Philippinen auch Anhänger indigener Religionen.
Es gibt zahlreiche nationale und lokale Feiertage wie Neujahr (1. Januar), Ostern (Gründonnerstag bis Sonntag), den Bataan Day (9. April), den Tag der Arbeit (1. Mai), Araw ng Kagitingan (6. Mai), den Unabhängigkeitstag (12. Juni), den Gedenktag für die Nationalhelden (27. August), Allerheiligen (1. November), den Namenstag des heiligen Bonifatius (30. November), Weihnachten (25. Dezember) und den Rizal-Tag (30. Dezember). Auf den Philippinen ist es Brauch, mit dem Weihnachtsfest schon am 16. Dezember zu beginnen. Bis zum 24. Dezember stehen alle Tage, die man auch als Misa de Gallo („Hahnenmesse”) bezeichnet, im Zeichen des Gebets. Die Weihnachtszeit endet am 6. Januar. Am Rizal-Tag gedenkt man des Märtyrertodes von José Rizal im Jahr 1896. Der Tag des Volksaufstands, die Fiesta sa EDSA, am 25. Februar erinnert an die friedliche Revolution im Februar 1986. Landesweit gedenkt man am 14. September (Santacruzan) der heiligen Helena und ihrer Suche nach dem Heiligen Kreuz.
In den meisten Städten der Philippinen ist die medizinische Versorgung vergleichsweise gut, in ländlichen Gebieten mangelt es jedoch an entsprechenden Einrichtungen. Auf einen Arzt kommen landesweit 900 Einwohner. Es gibt ein staatliches Renten- und Lebensversicherungsprogramm für Arbeitnehmer. Der seit langer Zeit zu beobachtende verstärkte Zuzug von Landbewohnern in die Großstädte erhöht dort den Bevölkerungsdruck, was zur Entstehung ausgedehnter Slumgebiete in den Randbezirken führt.
Die Existenz einer großen Anzahl verschiedener Sprachen, Dialekte und religiöser Traditionen hat dazu geführt, dass die Filipinos keine einheitliche Kultur entwickelten. Viele Jahrhunderte verlief die kulturelle Entwicklung auf den Philippinen regional unterschiedlich und wurde jeweils durch China, Malaysia, Europa und die Vereinigten Staaten beeinflusst. Elemente der regionalen Kultur finden ihren Ausdruck in Literatur und Musik sowie in anderen kulturellen Ausdrucksformen. In jüngster Vergangenheit versuchte die Regierung in der Kulturpolitik verstärkt das öffentliche Interesse auf die Zeit der Entstehung des philippinischen Staates Ende des 19. Jahrhunderts zu lenken. Der Staat kann Kunst und Kultur nur mit jährlich etwa 35 Millionen Euro fördern und ist daher auf ausländische Hilfe angewiesen. Einer der bemerkenswertesten Züge der philippinischen Gesellschaft ist der traditionell stark ausgeprägte Familiensinn. Dies spiegelt sich u. a. in dem völligen Fehlen von sozialen Institutionen wie Altersheimen und Waisenhäusern wider. Bereits seit der vorkolonialen Zeit hatten die Frauen eine hohe gesellschaftliche Stellung inne, und heute werden viele Unternehmen von Frauen geleitet.
Dem Ausbau des Bildungswesens wird wegen des großen Anteils junger Menschen an der philippinischen Gesellschaft große Bedeutung beigemessen. Das Bildungswesen ist an US-amerikanischen Vorbildern orientiert. Der Besuch an einer der staatlichen Primarschulen ist kostenlos. Allgemeine Schulpflicht besteht für sechs Jahre. Obgleich Filipino Unterrichtssprache ist und in den unteren Klassen auch Regionalsprachen verwendet werden, ist Englisch nach wie vor die Hauptunterrichtssprache. Der Alphabetisierungsgrad bei den Erwachsenen liegt bei 96,3 Prozent (2005). Colleges und Universitäten sind privat organisiert, nur die größte Universität des Landes, die University of the Philippines, ist in staatlicher Hand. Etwa 2,47 Millionen Studenten sind auf Universitäten und Colleges eingeschrieben. Zu den größten Universitäten des Landes zählen folgende in Manila angesiedelte Universitäten: die University of the Philippins in Quezon City (1908), die Adamson University (1932), die University of the East (1946), die Far Eastern University (1928), die Feati University (1946) und die University of Santo Tomás (1611). Ferner sind zu nennen die Bicol University in Legaspi (1969), die University of Mindanao in Davao (1946), die Saint Louis University in Baguio (1911) und die Southwestern University in Cebu (1946).
© 1993-2008 Microsoft Corporation. Alle Rechte vorbehalten. |
© 2008 Microsoft
![]() ![]() |