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Mandarin

Enzyklopädieartikel

Mandarin („Berater”, „Minister”), europäische Bezeichnung für höhere chinesische Staatsbeamte. Die ursprüngliche chinesische Bezeichnung lautete guan (kuan). Mandarine wurden mit Hilfe eines Prüfungsverfahrens ausgewählt, das auf dem Konfuzianismus basierte: In der frühen chinesischen Geschichte war die Lösung administrativer Probleme Bestandteil der Prüfung; während der Ming- und Qing-Dynastie wurden vor allem auswendig gelernte chinesische Klassiker abgefragt. Auch durch Ämterkauf konnte man Mandarin werden.

Ein Mandarin trug besondere Kleidung, u. a. eine Kopfbedeckung, deren Farbe vom Rang abhängig war. Mandarine durften nicht heiraten und kein Eigentum in der ihnen zugewiesenen Provinz (für maximal drei Jahre) besitzen. Sie sprachen einen eigenen Dialekt, der heute die chinesische Amtssprache ist. Ihr Stand brach 1911/12 mit der Revolution zusammen.

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