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Theodore Roosevelt

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Theodore Roosevelt: Die Grundprinzipien seiner PolitikTheodore Roosevelt: Die Grundprinzipien seiner Politik
Artikelgliederung
1

Einleitung

Theodore Roosevelt (1858-1919), 26. Präsident der USA (1901-1909), einer der populärsten Präsidenten der amerikanischen Geschichte.

Roosevelt wurde am 27. Oktober 1858 als Sohn eines wohlhabenden und angesehenen Kaufmannes in New York City geboren. Er studierte Jura an der Harvard University, brach aber sein Studium ab, als er 1881 für die Republikaner in das Parlament des Bundesstaates New York gewählt wurde.

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Frühe Laufbahn

Nach drei Jahren im Parlament wandte er sich 1884 vorübergehend von der Politik ab, u. a. weil er durch seine Unterstützung für die Präsidentschaftskandidatur James G. Blaines den Reformflügel seiner Partei verärgert hatte, und verfasste historische Abhandlungen, Biographien und Zeitschriftenartikel; zwischen 1880 und 1900 veröffentlichte er über ein Dutzend Bücher. Wieder zurück in der Politik, kandidierte Roosevelt 1886 ohne Erfolg für das Amt des Bürgermeisters von New York City, nahm 1888 am Bundeswahlkampf der Republikaner teil und war von 1889 bis 1895 in der Kommission für den öffentlichen Dienst in Washington D.C. Von 1895 bis 1897 machte er sich als energischer, reformfreudiger Polizeichef von New York City einen Namen. Als Unterstaatssekretär im Marineministerium 1897/98 baute er die Marine aus, modernisierte sie und bereitete sie auf einen Krieg mit Spanien vor.

Durch den Spanisch-Amerikanischen Krieg erlangte Roosevelt im ganzen Land große Popularität. Das von ihm aufgestellte und geführte Freiwilligenregiment, die so genannten Rough Riders, unternahmen 1898 auf Kuba erfolgreiche Angriffe gegen die Spanier; Roosevelt wurde zum Helden. 1898 wurde er dank seiner Popularität zum Gouverneur von New York gewählt und 1900 zum Vizepräsidenten unter William McKinley. Im September 1901 fiel McKinley einem Attentat zum Opfer; Roosevelt wurde sein Nachfolger als Präsident.

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Präsidentschaft

In der Innenpolitik bewegte sich Roosevelt vor allem in seiner ersten Amtszeit noch vorsichtig. Dennoch machte er sich mit seiner Politik der Kontrolle der großen Unternehmen einen Namen als trustbuster, „Monopolbrecher”, und im Bergarbeiterstreik von 1902 suchte er als Vermittler einen Ausgleich der Interessen von Arbeitgebern, Arbeitnehmern und Verbrauchern. Er nahm sich intensiv des Umweltschutzes an – lange bevor es andere Politiker taten – und nutzte seine präsidiale Macht zugunsten des Erhalts der natürlichen Ressourcen, u. a. indem er 51 Millionen Hektar Land im Westen zu Nationalparks erklärte.

Mit seinem Programm des Square Deal (Interessenausgleich) erreichte er 1904 seine Wiederwahl. Seine Innenpolitik setzte er ungebrochen fort; allerdings wurden seine Maßnahmen gegen Großunternehmen und gegen soziale Missstände zunehmend vom konservativen Flügel seiner Partei blockiert.

1908 nutzte er zum letzten Mal seine Macht in Partei und Regierung und setzte die Nominierung seines Freundes, des Kriegsministers William Howard Taft, als Präsidentschaftskandidaten durch; Roosevelt selbst verzichtete auf eine dritte Amtszeit.

Roosevelts Außenpolitik war expansionistisch geprägt. 1902/03 intervenierte er im Venezuelakonflikt, und 1903 unterstützte er eine Revolution für die Unabhängigkeit in Panamá, um dann unter günstigen Bedingungen die Panamákanalzone für die USA zu sichern; und im Roosevelt-Zusatz zur Monroedoktrin (1904) beanspruchte er für die USA die „Polizeigewalt” über Lateinamerika. Er wich vom amerikanischen Prinzip der Nichteinmischung in Europa ab, vermittelte im Russisch-Japanischen Krieg 1905 den Frieden von Portsmouth, für den er den Friedensnobelpreis erhielt, und nahm 1906 an der Algeciras-Konferenz zur Beilegung der 1. Marokkokrise teil.

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Führer der Progressiven

Im Sommer 1910, nach seiner Rückkehr von einer einjährigen Weltreise, wurde Roosevelt sogleich in die innerparteilichen Auseinandersetzungen der Republikaner verwickelt; er geriet zunehmend in Konflikt mit seinem Nachfolger Taft, der unter dem Einfluss des konservativen Flügels seiner Partei stand. Roosevelt übernahm die Führung des progressiven Flügels, trat für weit reichende Wirtschafts- und Sozialreformen ein und stellte sich 1912 bei der Nominierung zum republikanischen Präsidentschaftskandidaten gegen Taft zur Wahl, unterlag jedoch. Roosevelt verließ die Republikanische Partei und kandidierte für die hastig gegründete Progressive Party. Roosevelt konnte bei den Präsidentschaftswahlen mehr Stimmen als Taft auf sich vereinen; beide unterlagen sie aber dem Demokraten Woodrow Wilson, der von der Spaltung der Republikaner profitierte.

Bei Ausbruch des 1. Weltkrieges 1914 kritisierte Roosevelt die Neutralitätspolitik Wilsons, und nach dem Kriegseintritt der USA 1917 plädierte er vehement für eine starke, an den Alliierten ausgerichtete Außenpolitik sowie eine größere militärische Bereitschaft. Nach und nach versöhnte sich Roosevelt wieder mit seinen früheren Gegnern unter den Republikanern, darunter auch mit Taft. 1916 löste er die Progressive Party auf, um den republikanischen Kandidaten gegen Wilson zu unterstützen, und es schien sicher, dass 1920 Roosevelt selbst wieder für die Republikaner kandidieren würde. Roosevelt starb am 6. Januar 1919 in seinem Haus in Oyster Bay (New York, USA).

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