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Pseudepigraphen

Enzyklopädieartikel

Pseudepigraphen (von dem griechischen Wort pseudepigraphos: fälschlich zugeordnet), apokryphe Schriften des Alten Testaments (siehe Bibel), die weder in der Septuaginta noch in der Vulgata enthalten sind.

Einige Pseudepigraphen wurden in den Kanon des Alten Testaments aufgenommen, z. B. das Buch Salomo, das Hohelied und Daniel. Protestanten und Juden verwenden den Begriff Pseudepigraphen oder Apokryphen des Alten Testaments traditionell für jene Schriften, die Katholiken nur als Apokryphen bezeichnen. Zu diesen Werken zählen u. a. das Jubiläenbuch, die Psalmen Salomos, 4. Makkabäer, die Henochbücher, 4. Esra, die Apokalypse des Baruch sowie die Testamente der zwölf Stammväter, die alle in der Zeit zwischen den beiden Testamenten entstanden. Fragmente von bislang unbekannten Pseudepigraphen, die in hebräischer und aramäischer Sprache erhalten sind, wurden unter den Schriftrollen von Qumran entdeckt.

Siehe auch Exegese

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