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WalesEnzyklopädieartikel
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Die Waliser sind bekannt für ihre Liebe zum Gesang, und viele ihrer Hymnen und Volkslieder sind weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt. Jährlich finden verschiedene lokale und nationale Festivals statt, bei denen die traditionelle Musik eine große Rolle spielt. Das wohl wichtigste ist das Royal National Eisteddfod, bei dem auch Dichterlesungen und walisische Volkskunst zu hören und zu sehen sind. Das Eisteddfod findet jedes Jahr an einem anderen Ort statt, und die einheimischen Waliser wie auch Menschen mit walisischer Abstammung aus der ganzen Welt nehmen daran teil. Das International Music Eisteddfod wird ebenfalls jährlich abgehalten und zwar in Llangollen im Nordosten. Die lange und reiche Volksmusiktradition ist besonders in den ländlichen Gebieten erhalten geblieben. Seit 1906 hat die Welsh Folk Song Society wertvolle Arbeit geleistet, indem sie dieses Musikgut sammelte und veröffentlichte. Der Chorgesang, der aus der Neubelebung der Religion gegen Ende des 18. Jahrhunderts stammt, ist ein äußerst beliebter und kennzeichnender Teil des walisischen Musiklebens. Traditionelle Musikinstrumente, besonders die Harfe, werden immer noch gespielt. Siehe Volksmusik
Wales ist ein integraler Bestandteil des Vereinigten Königreiches und wird als solcher verwaltet. Es entsendet 40 Abgeordnete in das britische Unterhaus, verfügt aber seit 1999 auch über ein eigenes Parlament, die 60-köpfige National Assembly for Wales, und über begrenzte innere Autonomie. Die Assembly und die Regionalregierung mit dem Ersten Minister an ihrer Spitze übernahmen eine Reihe von Aufgaben und Kompetenzen, für die zuvor der britische Minister für Wales, der Secretary of State for Wales, verantwortlich war. Anders als das gleichzeitig installierte schottische Regionalparlament hat das walisische allerdings keine Steuerkompetenzen, und begrenzte Gesetzgebungskompetenzen wurden ihm erst 2006 zugestanden. Wales gliedert sich seit der Verwaltungsreform in den neunziger Jahren in 22 Unitary Authorities.
Die Wirtschaft von Wales ist weitgehend derjenigen Großbritanniens eingegliedert.
Weniger als 10 Prozent des Landes sind Ackerland, über 40 Prozent dagegen Weideland. Dementsprechend ist die Viehwirtschaft – hauptsächlich die Aufzucht von Rindern, Milchvieh und Schafen – wichtiger als der Ackerbau. Zu den wichtigsten Anbaugütern zählen Weizen, Hafer, Kartoffeln und Heu. Durch Wiederaufforstungsprogramme der Regierung konnte erreicht werden, dass die ehemals ausgedehnten, seit langem jedoch aufgrund von Abholzung und Beweidung zurückgegangenen Waldflächen nun langsam wieder zunehmen; sie machen derzeit etwa 12 Prozent der Landesfläche aus. Die Fischfangindustrie konzentriert sich auf das Gebiet am Bristolkanal im Süden.
Kohle ist der wertvollste Rohstoff in Wales; die Lagerstätten befinden sich hauptsächlich in den südöstlichen Grafschaften. Die Bergwerke in Wales produzieren etwa 10 Prozent der gesamten Kohlefördermenge Großbritanniens. Seit den vierziger Jahren hat die sinkende Nachfrage nach Kohle dazu geführt, dass viele walisische Bergwerke geschlossen wurden. Es gibt ein geringes Vorkommen an hochwertigem Anthrazit, doch der größte Teil der Fördermenge besteht hauptsächlich aus bituminöser Kohle. Wichtig für den Handel sind auch Schiefer und Kalkstein; außerdem werden u. a. geringe Mengen an Mangan, Gold, Blei, Uran, Kupfer und Zink gefunden.
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