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TiereEnzyklopädieartikel
Artikelgliederung
Einleitung; Herkunft und Verwandtschaftsbeziehungen; Körperbau; Mesozoa; Parazoa; Coelenterata (Hohltiere); Acoelomata; Pseudocoelomata; Eucoelomata: die Tentaculata; Eucoelomata: die Trochozoa; Eucoelomata: die Deuterostomier; Tiere in Ökosystemen; Tier und Mensch
Der Stamm der Mesozoa besteht aus zwei kleinen Klassen (Orthonectida und Rhombozoa) einfach gebauter, parasitisch in Meerestieren lebender wurmförmiger Organismen, deren Verwandtschaftsbeziehungen nicht genau geklärt sind. Der Begriff Mesozoa („Mitteltiere”) basiert auf der Annahme, dass es sich um Lebewesen aus dem Übergangsfeld zwischen Einzellern und echten Tieren handelt, aber vielleicht sind sie auch rückgebildete Nachkommen unbekannter Vorläuferformen. In vielerlei Hinsicht ähneln sie Kolonien von Wimpertierchen; sie besitzen noch keine echten Organe und nur wenige spezialisierte Zelltypen. Ein Mantel aus bewimperten Hüllzellen umschließt eine lang gestreckte Zentralzelle, in der Fortpflanzungszellen gebildet werden. Sexuelle und ungeschlechtliche Vermehrung kommen vor, die Larven werden ins Wasser freigesetzt, wo sie einen neuen Wirt aufsuchen. 50 Arten.
Diese Gruppe des Tierreiches umfasst zwei Stämme sehr einfach gebauter Organismen. Ihr Körper ist fast vollkommen asymmetrisch, lediglich eine Außen- und Innenseite kann unterschieden werden.
Die einzige bisher entdeckte Art dieses Stammes, Trichoplax adhaerens, ist ein amöbenartiges Kleinstlebewesen, das im Küstenbereich der Meere vorkommt. Die Art ähnelt stark einer Kolonie einzelliger Geißeltierchen; sie stellt daher wohl wie die Mesozoa eine Übergangsform zwischen Protozoen und den echten Tieren dar. Organe sind nicht vorhanden, aber verschiedene Zelltypen, die der Fortbewegung, Ernährung und Fortpflanzung dienen.
Schwämme besitzen zwei Gewebeschichten mit wenigen verschiedenen Zelltypen, die eine gallertartige Innenschicht umschließen, aber keine abgegrenzten Organe. Sie heften sich an einer Unterlage fest und saugen durch Körperöffnungen Wasser ein, aus dem sie mit begeißelten Zellen Nährstoffteilchen ausfiltern. Die meisten Körperfunktionen werden von Zellen ausgeführt, die unabhängig voneinander oder in kleinen Gruppen tätig sind. Ein Nervensystem besitzen Schwämme nicht, aber auf äußere Reize können sie reagieren. In der Regel ist ein Skelett aus Fasern und/oder Mineralstoffen vorhanden. Die meisten Arten leben im Meer, einige sind aber auch Süßwasserbewohner. 5 000 Arten.
Die Hohltiere sind radialsymmetrische Tiere (außer bei sekundärer Umbildung), weswegen sie auch als Radiata bezeichnet werden. Ihr Körper besteht wie der der Parazoa aus zwei Zellschichten, dem Ektoderm und dem Entoderm, zwischen denen eine Gallertschicht liegt; im Gegensatz zu diesen kommen allerdings bei den Hohltieren bereits echte Organe vor. Durch eine Mundöffnung, die gleichzeitig den After darstellt, wird Nahrung aufgenommen; im Gastrovaskularraum wird diese verdaut und verteilt. Bis zu 20 Zelltypen sind differenziert. Die Hohltiere besitzen ein einfach gebautes Nervennetz, Muskelzellen und Sinneszellen, doch gibt es bei ihnen weder Gehirn noch Kopf.
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