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TiereEnzyklopädieartikel
Artikelgliederung
Einleitung; Herkunft und Verwandtschaftsbeziehungen; Körperbau; Mesozoa; Parazoa; Coelenterata (Hohltiere); Acoelomata; Pseudocoelomata; Eucoelomata: die Tentaculata; Eucoelomata: die Trochozoa; Eucoelomata: die Deuterostomier; Tiere in Ökosystemen; Tier und Mensch
Die Armfüßer tragen eine zweiklappige Schale, weswegen sie auf den ersten Blick den Muscheln ähneln; im Gegensatz zu diesen haben sie aber nicht eine linke und rechte, sondern eine relativ zur Symmetrieachse des Körpers obere und untere Schalenhälfte. Durch Schlagen mit den Wimpern des Lophophors erzeugen sie einen permanenten Wasserstrom, mit dem auch Nahrung und Atemwasser eingestrudelt werden. 330 Arten.
Die Organismen der im folgenden beschriebenen Arten machen vielfach ein Larvenstadium durch, das man als Trochophora bezeichnet. Viele zeigen eine sehr ähnliche embryonale Frühentwicklung und eine ausgeprägte Metamerie (Körpergliederung in Segmente), die allerdings im ausgewachsenen Zustand häufig abgewandelt und reduziert wird. Meist besitzen sie auf der Bauchseite zwei Nervenstränge, die über Querverbindungen verknüpft sind (Strickleiternervensystem). Man vermutet, dass sie von einem Vorfahren abstammen, der einem Ringelwurm ähnelte.
Die Ringelwürmer haben ein gut entwickeltes Coelom, einen weichen Körper und (in der Regel) eine deutlich ausgeprägte Körpersegmentierung. Häufig findet man auch Borsten, die zum Kriechen dienen. In diesen Stamm gehören die Wenigborster (Klasse Oligochaeta) mit dem Regenwurm als bekanntestem Vertreter, die überwiegend parasitischen Egel (Klasse Hirudinea), und die weniger bekannten, aber formenreichen Vielborster (Klasse Polychaeta). Letztere leben fast ausschließlich am Meeresboden, wo viele Arten selbst gebaute Röhren bewohnen. Die Archiannelida und die Myzostomida, zwei kleinere Gruppen innerhalb der Vielborster, gelten oft als eigene Klassen. Die ebenfalls meeresbewohnenden Echiurida (Igelwürmer oder Stachelschwänze) und die Pogonophora (Bartwürmer) werden hier ebenfalls zu den Ringelwürmern gerechnet, manchmal werden sie auch als eigene Stämme bezeichnet. 17 000 Arten.
Diese mittelgroßen (circa drei Zentimeter langen), im Meer lebenden Würmer haben einen sackartigen Körper und einen langen Saugrüssel (siehe Sipunculida). Möglicherweise sind sie rückgebildete Ringelwürmer. 250 Arten.
Die Weichtiere oder Mollusken bilden den zweitgrößten Stamm des Tierreiches nach den Arthropoda (siehe nächstes Kapitel). Sie haben in der Regel eine harte Schale, die den weichen Körper schützt und ihnen die Besiedlung des Landes ermöglicht hat; die meisten Arten leben jedoch im Wasser, vor allem im Meer. Anzeichen für eine Körpersegmentierung findet man kaum, und das Coelom ist klein; die Hauptkörperhöhle ist Teil des offenen Blutkreislaufsystems. Manche Mollusken können eine beträchtliche Größe erreichen: Der Riesenkalmar ist mit über zehn Meter Körperlänge und bis zu zwei Tonnen Gewicht der größte Wirbellose der Welt. Das Gehirn hat bei diesen Tieren die höchste Entwicklungsstufe aller Wirbelloser erreicht. Der Stamm der Mollusken umfasst sieben Klassen: die wurmförmigen Aplacophora, Polyplacophora (Käferschnecken), die urtümlichen Monoplacophora, Gastropoda (Schnecken), Bivalvia (Muscheln), Cephalopoda (Kopffüßer) und Scaphopoda (Grabfüßer). Mindestens 50 000 Arten.
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