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TiereEnzyklopädieartikel
Artikelgliederung
Einleitung; Herkunft und Verwandtschaftsbeziehungen; Körperbau; Mesozoa; Parazoa; Coelenterata (Hohltiere); Acoelomata; Pseudocoelomata; Eucoelomata: die Tentaculata; Eucoelomata: die Trochozoa; Eucoelomata: die Deuterostomier; Tiere in Ökosystemen; Tier und Mensch
Die Gliederfüßer bilden den bei weitem größten Stamm des Tierreichs, vor allem, weil es sehr viele Arten von Insekten gibt. Gliederfüßer sind allgegenwärtig und können sich in fast allen Lebensräumen behaupten. Ihr Körper ist von einem harten Außenskelett umhüllt, das durch Gelenke beweglich wird. Die Segmentierung des Coeloms ist bei vielen Gruppen teilweise aufgelöst, um Muskeln, Blutgefäße und Geschlechtsorgane zu bilden. Stattdessen gliedert sich der Körper bei Insekten in Kopf, Thorax (Brust) und Abdomen (Hinterleib); bei Krebstieren und Spinnentieren sind die ersten beiden zum „Vorderleib” verschmolzen. Die paarigen Extremitäten sind gegliedert und teilweise mannigfaltig umgestaltet. Die Klassen der höheren Gliederfüßer kann man in zwei Gruppen einteilen: einerseits solche mit Kiefern (Mandibulata), zu denen die Krebstiere oder Crustacea (Hummer, Krebse und ihre Verwandten), die ihnen nahe stehenden Myriapoda (Hundert- und Tausendfüßer) und die Insecta (Insekten) gehören, andererseits solche mit Scheren als Mundwerkzeuge, wie Arachnida (Spinnentiere) und Pycnogonida (Asselspinnen). Drei kleine Gruppen werden entweder zu den Gliederfüßern gerechnet oder als eigene Stämme betrachtet: Onychophora (Stummelfüßer), Tardigrada (Bärtierchen) und Pentastomida (Zungenwürmer). Über eine Million Arten.
Diese Großgruppe umfasst alle übrigen Tiere. Der Name weist darauf hin, dass der Mund in der Embryonalentwicklung sekundär entsteht. Der Urmund wird bei den Deuterostomiern zum After.
Chaetognatha sind gute Schwimmer, die ausschließlich im Meer leben. Die bis zu zehn Zentimeter langen pfeilförmigen Würmer ernähren sich von Protisten, kleinen Meerestieren und Fischlarven, die sie mit ihrem borstigen Kieferapparat erfassen. Ihre Verwandtschaftsbeziehungen sind nicht geklärt. 50 Arten.
Stachelhäuter haben, wie der Name sagt, eine mit Stacheln besetzte Haut. Unter dieser liegen Kalkplatten, die den Tieren eine Schutzhülle von ledriger oder starrer Konsistenz verleihen. Sie können sich mit Hilfe schlauchförmiger „Füßchen” nur recht langsam und schwerfällig fortbewegen. Alle weisen eine eigenartige fünfstrahlige Körpersymmetrie auf, die nur bei manchen Seeigeln und Seegurken abgewandelt ist. Stachelhäuter sind Meeresbewohner. Ihre heute lebenden Arten lassen sich in fünf Klassen einteilen: Crinoidea (Seelilien und Haarsterne), Asteroidea (Seesterne), Ophiuroidea (Schlangensterne), Echinoidea (Seeigel) und Holothuroidea (Seegurken). 6 000 Arten.
Diese einfach gebauten, wurmähnlichen Meerestiere haben einige Merkmale mit den Chordatieren gemeinsam. Unter anderem besitzen sie erste Ansätze eines Notochords, einen Nervenstrang auf der Rückenseite und ein System von Kiemenspalten. Die Dreigliederung des Körpers weist auch auf eine Verwandtschaft mit den Tentaculata hin, die Form der Larven allerdings eher auf eine Verbindung zu den Stachelhäutern. Man unterscheidet zwei Klassen: Enteropneusten und Pterobranchia. 230 Arten.
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