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Mikrocomputer

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Artikelgliederung
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Einleitung

Mikrocomputer, ein eigenständiger Rechner mit Tischgerät- oder Schulheftgröße, der einen Mikroprozessor als Zentraleinheit enthält – auch CPU (Central Processing Unit) genannt. Im Gegensatz zum Mikrocomputer ist ein Terminal, das an einem Großrechner angeschlossen ist, nicht eigenständig. Mikrocomputer werden auch als Personal Computer, Heimcomputer, Kleinbetriebscomputer und Mikros bezeichnet. Zu den kleinsten und kompaktesten zählen Laptops und Palmtops. Als die Mikrocomputer auf dem Markt kamen, waren sie als Einzelplatzrechner entworfen worden und nur in der Lage, vier, acht oder 16 Informationsbits gleichzeitig zu verarbeiten. Später verwischten sich die Grenzen zwischen Mikrocomputern und den großen Mainframes (wie auch zu den kleineren Mainframe-ähnlichen Systemen, den so genannten Minicomputern). Verbesserte Mikrocomputermodelle erzielten höhere Verarbeitungsgeschwindigkeiten und ermöglichten durch die Datenverarbeitungskapazitäten ihrer 32 Bit großen CPUs den Mehrplatzbetrieb.

Mikrocomputer werden im privaten Haushalt, in Schulen und Büros verwendet. Im Heimbereich können sie beispielsweise für die Haushaltsverwaltung (Familienfinanzaufstellung, Kochrezeptverwaltung) oder zur Unterhaltung (Computerspiele, Schallplatten- und Bücherkatalog) dienen. Schulkinder können Mikrocomputer für ihre Hausaufgaben nutzen. Einige öffentliche Schulen bieten Computerkurse an. Kleinbetriebe erwerben Mikrocomputer z. B. für die Textverarbeitung, Buchhaltung sowie für die Speicherung und Verwaltung von Adressenlisten.

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Ursprünge

Mikrocomputer wurden durch zwei technische Neuerungen in der Mikroelektronik ermöglicht: dem integrierten Schaltkreis (IC: Integrated Circuit; 1959 entwickelt) und dem Mikroprozessor (erstmals 1971). Der IC gestattete die Miniaturisierung von Computerspeicherschaltungen. Der Mikroprozessor verringerte die Größe der Computer-CPU auf die Größe eines einzelnen Siliciumchips.

Weil eine CPU Berechnungen und logische Operationen durchführt, Betriebsanweisungen enthält und den Datenfluss verwaltet, existierte das Potential, ein spezielles System zu entwickeln, das wie ein vollständiger Mikrocomputer funktioniert. Das erste dieser Systeme, die auf den Schreibtisch passen, wurde speziell für den persönlichen Gebrauch entworfen und erschien 1974. Es wurde von der Firma Micro Instrumentation Telemetry Systems (MITS) angeboten. Die Besitzer des Systems wurden vom Herausgeber einer in den USA populären Technologiezeitschrift aufgerufen, einen Computerbausatz zu entwerfen und als Versandgeschäft über die Zeitschrift anzubieten. Der Computer mit dem Namen Altair wurde für etwas weniger als 400 US-Dollar angeboten.

Die sofortige Nachfrage nach dem Mikrocomputerbausatz war unerwartet und vollkommen überwältigend. Eine Vielzahl kleiner Unternehmen antwortete auf diese Nachfrage durch die Produktion von Computern für diesen neuen Markt. Die erste größere Elektronikfirma, die Personal Computer herstellte und verkaufte, war die Tandy Corporation (Radio Shack). Sie brachte ihr Modell 1977 auf den Markt. Es wurde in relativ kuzer Zeit marktführend, weil dieses Modell zwei attraktive Eigenschaften mit der Systemeinheit kombinierte: eine Tastatur und eine Kathodenstrahlanzeige (Bildschirm: CRT, Cathode-Ray Display Terminal). Seine Beliebtheit wurde auch durch die Programmierbarkeit und die Möglichkeit zur Speicherung von Daten auf einem Kassettenrekorder begründet.

Kurz nach der Einführung von Tandys neuem Modell gründeten zwei Programmieringenieure (Stephen Wozniak und Steven Jobs) eine neue Computerfirma mit dem Namen Apple Computers. Einige der neuen Funktionalitäten, die sie mit ihren eigenen Mikrocomputern einführten, waren Erweiterungsspeicher, kostengünstige Laufwerkprogramme sowie die Farbgraphik. Apple Computers wurde die Firma in der US-amerikanischen Wirtschaftsgeschichte, die am schnellsten wuchs. Das regte eine Vielzahl von ähnlichen Mikrocomputerherstellern an, in diesen Bereich einzusteigen. Bis zum Ende des Jahrzehntes war der Markt für Personal Computer klar definiert.

1981 führte IBM ihr eigenes Mikrocomputermodell ein, den IBM-PC. Obwohl er nicht die neueste Computertechnologie einsetzte, war der PC ein Meilenstein in diesem aufblühenden Marktsegment. Er zeigte, dass die Mikrocomputerindustrie mehr als eine aktuelle Modeerscheinung war und dass der Mikrocomputer tatsächlich ein notwendiges Werkzeug für die Wirtschaft darstellte. Die Verwendung des 16-Bit-Mikroprozessors im PC regte die Entwicklung schnellerer und leistungsfähigerer Mikros an. Der Einsatz eines Betriebssystems, das allen anderen Computerherstellern zur Verfügung stand, führte zu einer Standardisierung der Industrie.

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Spätere Entwicklungen

Mitte der achtziger Jahre war eine Reihe anderer Entwicklungen besonders wichtig für die Verbreitung der Mikrocomputer. Eine dieser Entwicklungen war die Einführung eines leistungsfähigen 32-Bit-Computers, der höhere Mehrplatzbetriebssysteme mit hohen Geschwindigkeiten ermöglichte. Das verringerte den Unterschied zwischen Mikro- und Minicomputern, da ausreichend Rechenleistung auf einem Büroschreibtisch platziert werden konnte, um den Anforderungen aller Kleinbetriebe und der meisten mittleren Betriebe zu genügen.

Eine andere Neuerung war die Einführung von einfacheren, „bedienungsfreundlicheren” Methoden zur Steuerung der Arbeitsweise eines Computers. Mit dem Ersatz der konventionellen Betriebssysteme durch graphische Benutzeroberflächen (GUI: Graphical User Interface) erlauben Computer wie der Apple Macintosh den Anwendern die Auswahl von Icons (graphischen Symbolen für Computerfunktionen) auf dem Bildschirm anstelle des Eintippens von Befehlen. Neue sprachgesteuerte Systeme sind bereits verfügbar und ermöglichen dem Anwender, die Wörter und Syntax der natürlichen Sprache zu verwenden, um mit dem Mikrocomputer zu arbeiten.

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