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Spätimpressionismus

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Paul Cézanne: Mont Sainte-VictoirePaul Cézanne: Mont Sainte-Victoire

Spätimpressionismus, bezeichnet die verschiedenen Malstile, die dem Impressionismus zwischen etwa 1880 und 1905 vor allem in Frankreich folgten. Er wurde von dem englischen Kritiker Roger Fry 1910 anlässlich einer Ausstellung mit Gemälden von Cézanne, Gauguin, und van Gogh in London geprägt. Neben diesen drei Malern wurden auch Henri de Toulouse-Lautrec und Georges Seurat zu den spätimpressionistischen Malern gezählt.

Obwohl der Malstil der Spätimpressionisten auf die impressionistische Auffassung der Verarbeitung von Licht zurückging, wandten sie sich gegen das alleinige Ziel, die Natur durch Lichtwirkungen darzustellen. Stattdessen zeigten die Spätimpressionisten eine subjektive Ansicht der Welt. Georges Seurat, dessen Malerei den Impressionisten am nächsten blieb, trug ungemischte Farben in winzigen Tupfern auf, so dass diese, von einem ausreichenden Abstand aus gesehen, sich für den Betrachter zu vermischen begannen und Flächen von Licht und Schatten bildeten. Ein wichtiges Beispiel dieses Pointillismus ist Sonntag Nachmittag auf der Grande Jatte (1884-1886, Chicago Art Institute).

Das Werk von Cézanne, Gauguin und van Gogh ist von einem freieren und expressiveren Gebrauch der Farbe geprägt. Cézannes analytische Malerei beschäftigte sich mit den Strukturen seiner Motive. Er malte Still-Leben und Landschaften, die Volumen und Beziehungen von Oberflächen in den Vordergrund stellte, wie in Pinien und Felsen (1895-1898, Museum of Modern Art, New York). Sein geometrischer Bildaufbau machte ihn zu einem Vorläufer des Kubismus.

Gauguin war von der Unmittelbarkeit und naiven Kühnheit der Volkskunst angezogen und beschäftigte sich mit der Entwicklung flacher, dekorativer Oberflächenstrukturen, wie in Frauen auf Tahiti (1891, Louvre, Paris). Van Gogh stellte die Natur in lebendigen, oft grellen Farben dar, die emotionalisierend wirken sollten. Sein subjektiver Stil, beispielhaft in Straße mit Zypressen (1890, Rijksmuseum Kröller-Müller, Otterloo), nahm Merkmale des Expressionismus vorweg. Henri de Toulouse-Lautrec wurde stark von japanischer Druckgraphik beeinflusst.

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