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Wilhelm von Holland (Heiliges Römisches Reich)

Enzyklopädieartikel

Wilhelm von Holland (Heiliges Römisches Reich), (1227-1256), römischer König (1247-1256), Sohn des Grafen Florenz IV. von Holland (1210-1237). Nach dem Tod Heinrich Raspes 1247 wurde Wilhelm auf Betreiben Papst Innozenz’ IV. am 3. Oktober in Worringen zum Gegenkönig gegen Kaiser Friedrich II. gewählt und Anfang November 1248 vom Kölner Erzbischof Konrad von Hochstaden in Aachen gekrönt. Er fand jedoch zunächst kaum Anerkennung im Reich. 1252 heiratete er die Tochter Herzog Ottos I., wodurch er verwandtschaftliche Beziehungen zu den Welfen und Askaniern knüpfte. Nach dem Tod Friedrichs II. (1250) wurde Wilhelm von Holland allmählich als Herrscher akzeptiert, u. a. auch deshalb, weil sich Friedrichs Sohn und Nachfolger Konrad IV. im Reich nicht durchsetzen konnte. Anfang 1255 übernahm Wilhelm die Führung des 1254 gegründeten Rheinischen Bundes zur Wahrung des Landfriedens und zur Reform des Reiches. Sein Tod bei Alkmaar am 28. Januar 1256 während eines Feldzuges gegen die Friesen setzte allen Reformbestrebungen jedoch vorläufig ein Ende.

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