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Windows Live® Suchergebnisse Wilhelm WundtEnzyklopädieartikel
Wilhelm Wundt (1832-1920), deutscher Psychologe, allgemein anerkannt als der Begründer der experimentellen Psychologie. Wundt wurde am 16. August 1832 in Neckarau geboren, das heute ein Stadtteil von Mannheim ist, und studierte an den Universitäten von Heidelberg und Tübingen und am Institut für Physiologie in Berlin. Nachdem er eine Zeit lang Physiologie an der Universität Heidelberg unterrichtet hatte (1858-1874), lehrte er induktive Philosophie an der Züricher Universität (1874/75) und war von 1875 bis 1917 Professor für Philosophie an der Universität Leipzig. Wundt hatte bereits 1862 seinen ersten akademischen Kurs in Psychologie gehalten und 1879 das erste Laboratorium für experimentelle Psychologie eingerichtet. Im Jahr 1881 gab er die erste psychologische Zeitschrift Philosophische Studien heraus. Wundt war ein Verfechter der so genannten strukturalistischen oder Inhaltspsychologie, deren Schwerpunkt mehr auf der reinen Beobachtung des Bewussten als auf Schlussfolgerungen lag. Wundt führte auch umfassende experimentelle Studien auf den Gebieten Wahrnehmung und Gefühl und Untersuchungen der Apperzeption durch, also jener Phase der Wahrnehmung, während der die volle Erkenntnis des Wahrgenommenen stattfindet. Zu seinen mehr als 500 veröffentlichten Werken zählen u. a. Grundzüge der physiologischen Psychologie in zwei Bänden (1873-1874) und das monumentale Werk Elemente der Völkerpsychologie (1900-1920, 10 Bde.). Er schrieb auch Logik (1880), Ethik (1886) und System der Philosophie (1889).
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