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Windows Live® Suchergebnisse ReykjavíkEnzyklopädieartikel
Reykjavík, Hauptstadt Islands, im Südwesten des Landes an der Faxaflói-Bucht, am Atlantik. Reykjavík ist die größte Stadt des Landes und zugleich dessen wichtigster Fischereihafen sowie Wirtschafts-, Produktions- und Kulturzentrum. Schiffbau, Lebensmittelverarbeitung und die Herstellung von Kleidung, Farbe und Druckstoffen sind die bedeutendsten Produktionszweige. Ein internationaler Flughafen befindet sich unweit der Stadt in Keflavík. Reykjavík ist eine moderne Großstadt, deren Stadtbild von neuen, meist mehrgeschossigen Gebäuden geprägt wird. Die meisten Häuser werden mit Heißwasser aus nahen geothermischen Quellen beheizt. Reykjavík ist Sitz der Universität von Island (1911), des Reykjavík-Konservatoriums (1930) und des Althing (Parlament). Die Nationalbibliothek, das Nationalarchiv und das Nationaltheater befinden sich ebenfalls hier. Sehenswert sind das Naturkundemuseum, das Nationalmuseum mit seiner Sammlung isländischer Altertümer, die Nationalgalerie, die moderne Hallgrímskirche und eine Statue des isländischen Seefahrers Leif Ericson. Sie war ein Geschenk der USA (1930) zum tausendjährigen Bestehen des Althing. Die Wikinger gründeten 877 die erste ständige Siedlung an der Stelle des heutigen Reykjavík. Sie erhielt 1786 Stadtrecht, wurde 1843 Parlamentssitz und schließlich 1918 Hauptstadt Islands. Reykjavíks eigentliches Wachstum zum Wirtschaftszentrum vollzog sich erst im 20. Jahrhundert. Für das Jahr 2000 wurde Reykjavík von der UNESCO zu einer der Kulturhauptstädte Europas erklärt. Die Einwohnerzahl beträgt etwa 113 000.
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