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Windows Live® Suchergebnisse Basso continuoEnzyklopädieartikel
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Basso continuo (italienisch basso continuo: ununterbrochener Bass; abgekürzt B. c., häufig einfach nur „Continuo”; deutsch meist Generalbass oder bezifferter Bass), musikalische Kurzschrift und zugleich Form der Begleitung auf einer durchlaufenden Basslinie in der Zeit von etwa 1600 bis um 1750; dieser Zeitraum wird daher Generalbasszeitalter genannt. Aus der italienischen Orgeltabulatur entwickelte sich schon vor 1600 eine Art musikalische Kurzschrift für den Organisten, um vielstimmige Kompositionen leichter begleiten zu können. Dabei wurde auf der voll notierten Bassstimme die darüber stehende Harmonie mit Hilfe von Kürzeln dargestellt. Auch neu komponierte Stücke wurden in dieser Schreibweise notiert, z. B. Lodovico Viadanas Cento concerti ecclesiastici – con il basso continuo (1602). Mit dem Aufkommen der Oper um 1600 in Florenz und der aufblühenden Instrumentalmusik vergrößerte sich die Gruppe der Basso-continuo-Instrumente: Neben Orgel und/oder Cembalo traten beispielsweise Laute, Violoncello, Viola da gamba, Fagott oder Posaune hinzu. Diese so genannten Fundamentalinstrumente unterteilten sich in akkordfähige Instrumente (z. B. Cembalo oder Laute) und in Melodieinstrumente (z. B. Violoncello) zur Verstärkung der Basslinie. Im Zeitalter des Barock wurden nahezu alle Gattungen der Instrumental- und Vokalmusik in Basso-continuo-Besetzungen gespielt; sie bildeten das Fundament der solistischen Instrumental- oder Vokalstimmen. Häufig übernahm der Cembalist auch die Funktion des Dirigenten. Die Form der Basso-continuo-Begleitung kam um 1750 aus der Mode.
Bei der Kurzschrift des Basso continuo werden unter die Noten der Bassstimme Ziffern für die charakteristischen Intervalle der Akkorde der jeweiligen Harmonie gesetzt: Steht ein Basston ohne Ziffer, dann ist der Dreiklang in Normalform damit gemeint, also der Terzquintakkord. Mit einem # oder einem b wird die Terz über dem Basston erhöht bzw. erniedrigt. Eine Sechs bezeichnet den (Terz-)Sextakkord. Eine Vier und eine Sechs fordert den Quartsextakkord. Eine Fünf und eine Sechs bezeichnet einen Quintsextakkord. Eine Sieben mit b steht für die erniedrigte Septime usw. Eine Sieben und eine Neun kennzeichnen den Septnonakkord. Alle Intervalle werden immer vom Basston aus gerechnet.
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