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Mauren

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Maurische MünzenMaurische Münzen

Mauren, Bezeichnung für die arabisch-berberische Mischbevölkerung in Nordafrika, die seit der Expansion des Islam nach Afrika im 7. Jahrhundert entstanden ist.

Dieser Überlagerungsprozess schloss die Islamisierung der Bevölkerung und die Verbreitung der arabischen Sprache ein. Die Islamisierung erreichte erst im 11. Jahrhundert die Savanne südlich der Sahara, hatte also bis zu diesem Zeitpunkt die im Nordwesten Afrikas bzw. in der Sahara lebenden Berberstämme erfasst.

Die Eroberung der Iberischen Halbinsel im 8. Jahrhundert war unter ethnischem Gesichtspunkt weniger ein Werk der Araber als der Berber. Das maurische Spanien verselbständigte sich im Laufe der Zeit und brachte eine Kultur hervor, die zum damaligen Zeitpunkt in Europa führend war. Von den architektonischen Zeugnissen sind u. a. erhalten geblieben die Alhambra, die Große Moschee und der Alcázar in Sevilla. In Afrika gingen aus der maurischen Kultur Herrscher-Dynastien (u. a. Almoraviden, Almohaden, Fatimiden) hervor, die Nordafrika in politischer, wirtschaftlicher und kultureller Hinsicht zur Drehscheibe des Mittelmeerraumes machten. Den Niedergang dieser Region leitete die Pest ein, die seit dem 14. Jahrhundert immer wieder mit verheerenden Folgen auftrat. Im 15. Jahrhundert wurde im Rahmen der Reconquista das letzte maurische Reich in Spanien beseitigt, im 16. Jahrhundert Nordafrika in das Osmanische Reich eingegliedert. Heute erinnert noch die Staatsbezeichnung Mauretanien an die Mauren.

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