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Windows Live® Suchergebnisse Winnie MandelaEnzyklopädieartikel
Winnie Mandela (*1934), südafrikanische Politikerin. Winnie Mandela wurde am 26. September 1934 (nach anderen Angaben 1936) als Nkosikazi Nomzamo Madikizela in Bizana in der heutigen Eastern Cape Province geboren und in Johannesburg zur Sozialarbeiterin und Krankenschwester ausgebildet. 1958 schloss sie sich dem Afrikanischen Nationalkongress (African National Congress, ANC) an; im selben Jahr heiratete sie Nelson Mandela, der wie sie dem Stamm der Thembu angehörte. Nach dessen Verurteilung zu lebenslänglicher Haft 1964 führte sie seine Arbeit fort, kam aber selbst ins Gefängnis; 1969/70 saß sie in Einzelhaft. 1976 erklärte man Winnie Mandela zur „gebannten Person” und schränkte ihre Bewegungsfreiheit ein. 1988 war sie in einen Vorfall verwickelt, bei dem Mitglieder des Mandela United Football Club (die für sie als Leibwächter arbeiteten) vier junge Schwarze zusammenschlugen, von denen einer im Haus der Mandelas starb. 1990 wurde sie deshalb wegen Beihilfe zum Mord vor Gericht gestellt und 1991 wegen Entführung verurteilt. Als dann 1992 zu diesen und anderen Anschuldigungen neue Beweismittel auftauchten, musste sie ihren Posten in der Frauenliga des ANC aufgeben und ihren Sitz im nationalen Exekutivkomitee des ANC zur Verfügung stellen. Im April 1992 trennte sich das Ehepaar Mandela, 1996 ließ es sich scheiden. Das Entführungsurteil wurde 1993 in einem von Winnie Mandela angestrebten Berufungsverfahren bestätigt. Trotz ihrer Verurteilung und ihrer öffentlichen Kritik an der Führung des ANC wurde sie im Dezember 1993 wieder Vorsitzende der Frauenliga des ANC. Ab Mai 1994 war sie im Kabinett Nelson Mandelas, des ersten schwarzen Präsidenten von Südafrika, stellvertretende Ministerin für Kunst, Kultur, Wissenschaft und Technologie. 1995 wurde ein Verfahren wegen Korruption gegen Winnie Mandela eingeleitet, woraufhin sie im April ihr Amt als Vizeministerin abgeben musste. Der Entführungs-, Folter- und Mordvorwürfe gegen Winnie Mandela nahm sich in der Folge die südafrikanische Wahrheitskommission an, der Ausschuss zur Aufklärung von Menschenrechtsverletzungen zur Zeit der Apartheid. Bei ihrer Vernehmung durch die Wahrheitskommission im Dezember 1997 wies sie alle gegen sie erhobenen Vorwürfe zurück und erklärte sämtliche Belastungszeugen, u. a. namhafte Politiker und Geistliche, zu Lügnern. In ihrem Abschlussbericht empfahl die Wahrheitskommission 1998 die Einleitung eines Strafverfahrens gegen Winnie Mandela, der sie die Verantwortung für mehrere Morde und andere Straftaten zur Last legte, insbesondere auch für diejenigen Straftaten, die der Mandela United Football Club beging.
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