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  • Beduinen

    Sinai 2001 - Große Meeresbiologische Exkursion der Universität Stuttgart ... Beduine vom arabischen "badija", was Wüste, Steppe bedeutet, abgeleitet.

  • www.beduinen-online.de

    Informationen zu Geschichte, Gesellschaft und sozialer Situation der Beduinen in Israel, Fotos und Literaturhinweisen.

  • Beduinen

    Erläuterungen zum Stichwort Beduinen ... Beduinen. Die Beduinen [arabisch, "Wüstenbewohner"] sind Angehörige arabischer Nomaden völker in Nordafrika, Arabien und Syrien

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Beduinen

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Beduine auf der Sinai-HalbinselBeduine auf der Sinai-Halbinsel
Artikelgliederung
1

Einleitung

Beduinen (arabisch Badu: Wüstenbewohner), Bezeichnung für die nomadisierenden Araber in den Wüsten und Steppengebieten des Nahen Ostens und Nordafrikas. Bei den Beduinen handelt es sich nominell fast ausnahmslos um Muslime. Im Altertum erstreckte sich ihr Territorium lediglich auf die Wüstengebiete Ägyptens und Syriens. Später wanderten viele nach Mesopotamien und Südbabylonien weiter. Die muslimische Eroberung Nordafrikas im 7. Jahrhundert eröffnete den Beduinen noch weitere Gebiete.

Das Kamelnomadentum der Beduinen beginnt zur Mitte des 2. Jahrhunderts v. Chr. Nach 1045 n. Chr. unternahmen beduinische Hirtennomaden aus Mittelarabien immer wieder Raubzüge nach Nordafrika, bemächtigten sich des Weidelands und störten das Gleichgewicht zwischen landwirtschaftlich und städtisch geprägter Kultur, das die dort ansäßigen Berber errichtet hatten. Dabei wurde durch Überweidung Weideland oftmals in Halbwüste verwandelt. Heute versuchen viele Staaten des Nahen Ostens und Nordafrikas, die Wanderung der Beduinen über Landesgrenzen hinweg einzuschränken.

2

Kultur und Traditionen

Einige Beduinen haben ihre nomadische Hirtenkultur beibehalten. Sie leben vorwiegend von den Fleisch- und Milchprodukten, die ihre Herden liefern. Heute haben viele Beduinen Arbeit in der Ölindustrie gefunden. Im gesamten Nahen Osten wurden staatliche Programme entwickelt, um die Beduinen zu einer sesshafteren Lebensweise zu bewegen. Heute leben nur mehr etwa fünf bis zehn Prozent der Beduinen als Vollnomaden. Viele allerdings sind immer noch saisonale Nomaden.

Das typische Wohnzelt der Beduinen besteht aus schwarz eingefärbten Stoffbahnen aus Ziegen- oder Kamelfell mit Pflanzenfasern.

3

Politik und Gesellschaft

Das politische System der Beduinen basiert auf der patriarchalisch organisierten Großfamilie. Die wirtschaftliche und soziale Führung obliegt einem Scheich. Dieser Titel wird jeweils vom Vater auf den ältesten Sohn übertragen. Der politische Einfluss eines Scheichs hängt jedoch nicht von der Größe der gesellschaftlichen Einheit ab, über die er herrscht, sondern eher von seinem persönlichen Reichtum.

Das Gesellschaftssystem der Beduinen kennt vier Klassen, die sich im weiteren Sinne über Abstammung und mobilen Besitz definieren. Die Kamelzüchter beispielsweise, die das höchste Prestige genießen, heiraten in der Regel nur innerhalb ihrer sozialen Klasse. Unter kulturellen und geschichtlichen Gesichtspunkten werden südarabische und nordarabische Beduinen voneinander unterschieden. Ihre Zahl nimmt immer weiter ab.

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