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Windows Live® Suchergebnisse
Windows Live® Suchergebnisse Helmuth Graf von MoltkeEnzyklopädieartikel
Helmuth Graf von Moltke (1800-1891), preußischer Generalfeldmarschall. Moltke wurde am 26. Oktober 1800 in Parchim (Mecklenburg) geboren. Er trat in die dänische Armee ein und besuchte die Königliche Militärakademie in Kopenhagen. 1822 verließ er die dänische Armee und ging als Leutnant in preußische Dienste. 1828 kam er in den preußischen Generalstab, von 1835 bis 1839 war er Militärberater im Osmanischen Reich, und anschließend wurde er wieder in den preußischen Generalstab berufen. Von 1857 bis 1888 war er Chef des Generalstabs der Armee. Moltke reformierte und modernisierte das preußische Heer; dabei setzte er bei Strategie und Ausbildung an. Ausgehend von der These, dass der Verlauf eines Krieges nicht vorhersehbar ist und deshalb lediglich die Anfangsphase eines Feldzuges im Voraus geplant werden könne, legte er das Schwergewicht der strategischen Planung für den Kriegsfall auf Mobilmachung und Aufmarsch; dabei bezog er erstmals in großem Umfang auch die Eisenbahn und die Telegraphie mit ein. Ein zweiter Schwerpunkt seiner Reformen war die Ausbildung der Offiziere zu fähigen Führungskräften, die im Kriegsfall schnell und eigenverantwortlich entscheiden und reagieren konnten. Im Deutsch-Dänischen Krieg von 1864 war Moltke erstmals an der Führung eines Feldzuges beteiligt; im Deutschen Krieg gegen Österreich 1866 sowie im Deutsch-Französischen Krieg von 1870/71 hatte er die oberste, direkte Leitung bei allen militärischen Operationen. 1870 wurde Moltke in den Grafenstand erhoben, 1871 zum Generalfeldmarschall ernannt; 1888 nahm er seinen Abschied. Von 1867 bis 1891 war Moltke Abgeordneter der Konservativen im Reichstag und seit 1872 auch Mitglied des preußischen Herrenhauses. Moltke starb am 24. April 1891 in Berlin.
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