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Windows Live® Suchergebnisse KoksEnzyklopädieartikel
Koks, harter, poröser Rückstand der trockenen Destillation von Kohle, Torf, Holz oder Pech. Koks ist dunkelgrau bis schwarz gefärbt und besitzt einen metallischen Glanz. Er wird z. B. als Reduktionsmittel bei der Verhüttung von Eisenerz, als Brennstoff sowie für viele andere technische Prozesse wie z. B. in Gießereien verwendet. Koks besteht zu etwa 92 Prozent aus Kohlenstoff, der Rückstand ist Asche. Früher fiel Koks als Nebenprodukt bei der Herstellung von Leuchtgas an (so genannter Gaskoks). Je mehr jedoch die Stahlindustrie an Bedeutung gewann, desto mehr stieg auch die Nachfrage nach Hüttenkoks (auch Gießerei- oder metallurgischer Koks), weil das verfügbare Holz zur Herstellung der zuvor verwendeten Holzkohle nicht ausgereicht hätte. Beim ältesten Verfahren zur Verkokung stapelte man Kohle unter freiem Himmel zu großen Haufen auf, bedeckte diese mit Erde und ließ im Inneren der Haufen horizontale und vertikale Rauchkanäle frei. Diese Zwischenräume füllte man mit Holz und setzte das Ganze in Brand. Wenn der größteTeil der flüchtigen Stoffe in der Kohle verbrannt war, erstarben die Flammen; das Feuer wurde mit Kohlenstaub erstickt und der Haufen mit Wasser besprengt. Später wurde Koks in so genannten Bienenkorböfen (so benannt wegen ihrer Gestalt) hergestellt. Wie bei der Verkokung im Freien verzichtete man darauf, verwertbare Nebenprodukte wie Gas und Teer aufzufangen. Heutzutage wird Koks in Kokereien gewonnen, wobei die modernen Öfen mit Vorrichtungen zur Wiedergewinnung der Nebenprodukte ausgestattet sind. Kokereiöfen sind meist in Batterien zu 60 Stück angeordnet und haben schmale, vertikale Kammern aus Schamotte. Jeder Ofen wird durch eine obere Öffnung mit 10 bis 20 Tonnen Kohle beschickt. Die Kohle wird rund 17 Stunden lang unter Luftabschluss auf Temperaturen bis zu 1 480 ºC erhitzt. Die bei diesem Prozess entstehenden Gase werden im oberen Teil des Ofens gesammelt. Der Steinkohlenteer wird kondensiert, während man die Gase zum Heizen der Kokereiöfen einsetzt. Die Gase müssen zuvor von Ammoniak und von Benzol gereinigt werden. Am Ende der Verkokung stößt man den rot glühenden Koks mit einer Ramme aus dem Ofen direkt auf Loren. Diese transportieren ihn zu einer Löschvorrichtung, wo er mit Wasser besprengt wird. Das Entleeren dauert nur wenige Minuten, der Ofen kann daher ohne großen Wärmeverlust erneut beschickt werden. Aus 1 000 Kilogramm Kohle werden etwa 750 Kilogramm Koks und etwa 350 Kubikmeter Gas gewonnen.
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