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Windows Live® Suchergebnisse KobrasEnzyklopädieartikel
Kobras, mehrere in Afrika und Asien vorkommende Gattungen der Giftnattern. Charakteristisch für Kobras sind ihre durch verlängerte Rippen und die Nackenhaut gebildeten Halsschilde. Wenn diese Schlangen beunruhigt werden, richten sie ihren Vorderkörper auf und breiten die Halsschilde aus. Kobras haben runde Pupillen; ihre glatten Schuppen sind in Schrägreihen angeordnet. Sie leben in Süd- und Südostasien sowie in Afrika. Kobras sind meist nachts oder in der Dämmerung aktiv und ernähren sich von Kleinsäugern sowie anderen Wirbeltieren, auch von Schlangen. Die Königskobra ist die längste Giftschlange der Welt: Sie wird zumeist etwa dreieinhalb Meter lang, manche Tiere erreichen sogar eine Länge von fünfeinhalb Metern. Ihr dünner Körper ist oliv oder braun gefärbt, die Augen sind bronzefarben. Diese Art lebt auf den Philippinen, in Malaysia (einschließlich der Malaccahalbinsel), in Indien, Südchina und Myanmar. Die Königskobra betreibt Brutpflege: Sie schichtet Pflanzen zu einem Haufen auf, in den sie ihre Eier legt, und rollt sich auf ihrem Gelege zusammen. Die andere asiatische Kobraart ist die Brillenschlange, so benannt nach ihrer an eine Brille erinnernden Zeichnung, die in manchen Regionen allerdings nur unvollständig oder gar nicht ausgebildet ist. Die Brillenschlange ist die häufigste Kobra. Sie wird selten mehr als 1,8 Meter lang. Der Halsschild der Brillenschlange ist im Verhältnis weitaus größer als derjenige der Königskobra und in der Regel gelb bis braun gefärbt mit einem schwarz-weißen Brillenmuster auf der Oberseite und weißen Flecken auf der Unterseite. Die Brillenschlange lebt in feuchten Gebieten und ist auch in Gärten und Parks anzutreffen. Sie bewacht manchmal ihr Gelege, das sich z. B. in einem Termitenhügel befinden kann. Diese Schlange verursacht in Indien zahlreiche Todesfälle; sie wird dort mit religiöser Ehrfurcht behandelt und nur selten getötet. Ihr Verbreitungsgebiet reicht von der Ostküste des Kaspischen Meeres bis nach China und Malaysia. Die meisten Kobras sind in Afrika beheimatet. Zu ihnen gehört auch die Savannen bewohnende Speikobra, die man vom südlichen Ägypten bis ins nördliche Südafrika antrifft. Diese Schlange vermag ihr Gift aus einer Entfernung von rund zweieinhalb Metern gezielt in die Augen ihrer Opfer zu sprühen; es ruft eine stark schmerzende Entzündung hervor, die zu Blindheit führen kann. Die verschiedenen Formen der Speikobra reichen in ihrer Färbung von dunklem Schwarz bis zu Rosa; die heller gefärbten Tiere sind durch ein schwarzes Band um den Hals gekennzeichnet. Die Ringhalskobra ist auf Südafrika beschränkt und ist die kleinste aller Kobraarten; sie erreicht nur eine Länge von etwa einem Meter. Schlangen dieser Art sind dunkelbraun oder schwarz und weisen gerippte oder gekielte Schuppen und helle Halsringe auf. Die bis etwa zwei Meter lange Uräusschlange lebt entlang der afrikanischen Nordküste. Als giftigste afrikanische Kobra gilt die etwa anderthalb Meter lange in Südafrika beheimatete Kapkobra. Das Gift der Kobras, ein Nervengift (Neurotoxin), übt eine starke Wirkung auf das Nervensystem aus. Durch vielerorts verfügbare wirkungsvolle Seren ist die hohe Zahl der Todesfälle durch Kobrabisse in einigen Gebieten Asiens zurückgegangen. Kobragift findet seit vielen Jahren in der medizinischen Forschung Verwendung, weil es das Enzym Lecithinase enthält, das Zellmembranen ebenso auflöst wie die Schutzhüllen, die Viren umgeben. Systematische Einordnung: Kobras gehören zur Familie Elapidae. Die Königskobra heißt wissenschaftlich Ophiophagus hannah, die Brillenschlange Naja naja, die Speikobra Naja nigricollis, die Ringhalskobra Hemachatus haemachatus, die Kapkobra Naja nivea und die Uräusschlange Naja haje.
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