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Koma

Enzyklopädieartikel

Koma, Zustand tiefer Bewusstlosigkeit, in dem die betroffene Person auf äußere Reize nicht mehr reagiert. Im tiefen Koma kommt die spontane Atmung zum Erliegen, so dass der Patient künstlich beatmet werden muss. Das Koma ist ein lebensbedrohlicher Zustand, es kann mehrere Tage oder in seltenen Fällen auch über Jahre andauern, wobei es meist nach dem ersten Monat bei einem dauerhaften Zustand bleibt. Kann man im Koma keine elektrische Aktivität des Gehirns mehr messen, spricht man vom Hirntod.

Die Ursache des Komas ist ein Rückgang der Stoffwechselaktivität, der durch Gehirnblutungen, Gehirnentzündungen (Meningitis oder Enzephalitis), Medikamentenüberdosen, Sauerstoffmangel (z. B. bei Herzstillstand) oder Stoffwechselstörungen ausgelöst werden kann. Solche Stoffwechselstörungen sind u. a.: die diabetische Ketoacidose, bei der das Blut zu sauer ist; ein hoher Ammoniakspiegel im Blut, der oft als Folgeerscheinung alkoholbedingter Leberschäden auftritt; und die Urämie, bei der die geschädigten Nieren giftige Abfallstoffe nicht mehr aus dem Blut entfernen können. Ein Koma kann aber auch infolge eines Tumors eintreten, der bei seinem Wachstum Druck auf das Gehirn ausübt. Die meisten Menschen werden nach einem Koma wieder gesund. In manchen Fällen entwickelt sich jedoch ein nicht genau geklärter Zustand, in dem der Organismus die eigenständige Atmung nicht wieder aufnehmen kann.

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