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Windows Live® Suchergebnisse AlmoravidenEnzyklopädieartikel
Almoraviden, Berber-Dynastie, die im 11. und 12. Jahrhundert in Teilen Nordafrikas und Spaniens herrschte. Die Almoraviden gingen aus einer orthodox-muslimischen kriegerischen Bruderschaft, die von Abd Allah ibn Jasin (gestorben um 1059) gegründet worden war. Der Name leitet sich von dem arabischen Begriff al-murabitun („Bewohner eines Wehrklosters”) ab und bezieht sich auf jenes Wehrkloster (ribat) am unteren Senegal, das ibn Jasin und seiner Bruderschaft als Ausgangs- und Stützpunkt diente. Missionierend und unterwerfend drangen sie nach Norden vor und eroberten nach und nach weite Teile Nordwestafrikas. 1061 übernahm Jusuf ibn Taschfin die Herrschaft und unterwarf in den folgenden zwei Jahrzehnten die Berberstämme in ganz Marokko und dem westlichen Algerien. 1062 gründete er Marrakesch als neue Hauptstadt des Almoraviden-Reiches. 1086 eilte ibn Taschfin den Mauren in Spanien gegen die christliche Reconquista zu Hilfe, besiegte Alfons VI. und eroberte und einte dann innerhalb weniger Jahre Spanien bis zum Tajo. 1147 stürzten die Almohaden die Herrschaft der Almoraviden in Nordafrika, und wenige Jahre später verdrängten sie die Almoraviden auch aus Spanien.
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