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  • Jean Giraudoux Zitate und Sprüche

    Zitate und Sprüche von Jean Giraudoux. ... Man führt nicht mehr genug Selbstgespräche heutzutage. Man hat wohl Angst, sich selbst die Meinung zu sagen.

  • Jean Giraudoux

    Jean Giraudoux wächst auf als Sohn eines kleinen Beamten in südwestfranzösischen Kleinstädten. Dank eines Begabten-Stipendiums kann er das Gymnasium in Châteauroux besuchen ...

  • Jean Giraudoux

    Phantasie ist ein Schlüsselwort in Giraudoux' Werk und Theaterwelt. Sie ist das Prinzip seines Glaubens an die Kunst und an den Menschen, das Geheimnis seines Stils, sein Zugang ...

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Jean Giraudoux

Enzyklopädieartikel

Jean Giraudoux (1882-1944), französischer Schriftsteller. Er wurde am 29. Oktober 1882 in Bellac (Département Haute-Vienne) geboren, studierte Germanistik an der École Normale Supérieure in Paris und war anschließend Stipendiat an der Münchner Universität. 1905 wurde er Privatlehrer im Münchner Haus Sachsen-Meiningen, ein Jahr später dann Lektor für Französisch an der Harvard University. Nach seiner Rückkehr nach Frankreich wurde er Mitarbeiter der Pariser Zeitung Le Martin. 1910 trat Giraudoux in den Auswärtigen Dienst Frankreichs ein. 1929 wurde er Pressechef des französischen Außenministeriums. In den Jahren 1939 und 1940 hatte er das Amt des Propagandaministers inne. Mit seinen geistreichen impressionistischen Werken, in denen Dialog und Stil im Vordergrund stehen und in märchenhaft-jenseitige Bereiche vorzustoßen suchen, trug Giraudoux dazu bei, das französische Theater von den Beschränkungen des Realismus und des Naturalismus zu befreien. Dabei lag das Hauptaugenmerk weniger auf der Darstellung individueller Charaktere. Vielmehr zeichnete Giraudoux bei äußerster Reduzierung der Handlung verschiedene Charaktertypen. Phantasie, Humor, ein ironischer Unterton und phantastische Paradoxien kennzeichnen seine Dramen, die humanistisches Ethos mit politischer Anteilnahme verbinden.

Erste literarische Anerkennung fand Giraudoux für mehrere Romane, die kurz nach dem 1. Weltkrieg erschienen, darunter Siegfried et le Limousin (1922, Siegfried oder Die zwei Leben des Jacques Forestier) über die deutsch-französischen Beziehungen und Églantine (1927). Es folgten international erfolgreiche Dramen wie Siegfried (1928), Amphitryon 38 (1929), Intermezzo (1933), La Guerre de Troie n’aura pas lieu (1935, Der trojanische Krieg findet nicht statt), Électre (1937, Elektra) und Ondine (1939, Undine). Zur Darstellung existentieller wie auch aktueller Probleme griff Giraudoux vielfach auf mythologische Stoffe zurück, die durch seine moderne Bearbeitungen neue Brisanz erhielten. 1943 beendete er sein letztes Stück, die Satire La Folle de Chaillot (Die Irre von Chaillot), die posthum 1945 veröffentlicht wurde. Er starb am 31. Januar 1944 in Paris. Giraudoux verfasste auch literatur- und kulturkritische Essays, Novellen sowie Filmszenarien.

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