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Windows Live® Suchergebnisse Johannes BrønstedEnzyklopädieartikel
Johannes Brønsted (1879-1947), dänischer Chemiker, geboren am 22. Februar 1879 in Varde (nahe Esbjerg). Nach der Schulausbildung schrieb sich Brønsted 1897 als Student an einer Ingenieurschule in Kopenhagen ein und absolvierte dort 1899 das Examen. Zwei Jahre später erlangte er den Grad eines Magisters und begann gleich im Anschluss daran mit seiner Dissertation. Diese schloss der Forscher 1908 erfolgreich ab. Nur kurze Zeit später erhielt der Chemiker den Lehrstuhl für Chemie an der Universität Kopenhagen. Von 1926 bis 1929 hielt sich Brønsted in den USA auf und war dort an verschiedenen Universitäten als Gastprofessor tätig. Nach Dänemark zurückgekehrt, leitete er ab 1930 das Institut für Physikalische Chemie an der Technischen Hochschule von Kopenhagen. In seinen wissenschaftlichen Arbeiten beschäftigte sich Brønsted mit Fragestellungen aus den Bereichen Osmose und Thermodynamik. 1923 veröffentlichte er seine Theorie der Säure-Base-Funktion, die er aus seinen Experimenten mit Säuren und Basen in Lösung ableiten konnte. Sie stand mit der Auffassung von korrespondierenden Säure-Base-Systemen im Widerspruch zur klassischen Definition der ungebundenen Säuren und Basen – unabhängig von Brønsted kam der englische Chemiker Thomas Lowry zu ähnlichen Ergebnissen (Säuren und Basen). Weitere Arbeiten von ihm behandeln u. a. die Einflüsse verschiedener Lösungsmittel auf chemische Reaktionen, Kolloidchemie und die Eigenschaften von Polymeren. Brønsted starb am 17. Dezember 1947 in Kopenhagen.
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