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Windows Live® Suchergebnisse ManitobaEnzyklopädieartikel
Artikelgliederung
Manitoba, die östlichste Prärieprovinz Kanadas. Manitoba befindet sich im Zentrum Kanadas und grenzt im Norden an das autonome Territorium Nunavut, im Nordosten an die Hudsonbai, im Osten an Ontario, im Süden an die US-Bundesstaaten Minnesota und North Dakota sowie im Westen an die kanadische Prärieprovinz Saskatchewan. Manitoba trat am 15. Juli 1870 als fünfte Provinz der Kanadischen Konföderation bei. Die Provinz ist für ihre wichtigsten traditionellen Wirtschaftszweige bekannt: Landwirtschaft, Bergbau, Forstwirtschaft und Fischfang. Zwar ist Winnipeg das führende Industriezentrum in der Mitte Kanadas, aber auch zu Beginn der neunziger Jahre des 20. Jahrhunderts spielte die Verarbeitung von Rohstoffen des primären Sektors (Landwirtschaft, Forstwirtschaft, Fischfang, Bergbau) immer noch eine wichtige Rolle in der Wirtschaft der Provinz. Der Name Manitoba stammt vom Manitobasee, wobei dieses Wort in einer Indianersprache dieser Region so viel wie „Straße des großen Geistes” bedeutet. Der Beiname ist Keystone province.
Mit einer Fläche von 647 797 Quadratkilometern ist Manitoba die sechstgrößte Provinz Kanadas. Weniger als ein Prozent des Landes ist Eigentum der Zentralregierung. Die Form der Provinz ist in etwa rechteckig; ihre maximale Ausdehnung erreicht sie mit etwa 1 210 Kilometern in Nord-Süd-Richtung und 790 Kilometern in Ost-West-Richtung. Die Höhenlage reicht von Meereshöhe an der Hudsonbai bis zu 832 Meter am Baldy Mountain im Südwesten. Die Küste an der Hudsonbai hat eine Länge von etwa 920 Kilometern.
Mit Ausnahme des südwestlichen Abschnitts liegt Manitoba innerhalb des Kanadischen Schildes. Dies ist eine Region mit einem Untergrund aus kristallinem Urgestein (Präkambrium), die sich bis nach Grönland erstreckt. Auf der ehemals stark vergletscherten Oberfläche befinden sich heute zahlreiche Flüsse und Seen. Im Nordosten und im Südwesten wird der Schild von Sedimentgesteinen überlagert, die die vorrückenden Gletscher in den Eiszeiten dort übereinander geschoben und abgelagert haben. Das Tiefland der Hudsonbai hingegen wird nur von einer dünnen Sedimentschicht bedeckt, da die Eismassen hier die Böden bis auf das Urgestein abgehobelt haben und sich seit der letzten Eiszeit vor circa 10 000 Jahren nur geringmächtige Sedimente vor dem zurückweichenden Eisrand bilden konnten. Dieser Bereich weist einen morastigen, unfruchtbaren Dauerfrostboden (Permafrostboden) auf. Im Südwesten nimmt die Stärke des Sedimentüberzugs nach Süden und Westen hin zu; aufgrund der eiszeitlichen Sedimentaufschiebungen findet sich auch eine Vielzahl von Bodenarten. Südmanitoba besteht aus einer Ebene. Die fruchtbaren und schweren Lehmböden geben die riesigen Ausmaße des früheren Gletschersees Lake Agassiz (siehe Agassizsee) an. Der Manitobasee, Winnipegsee, Winnipegosissee sowie der Cedarsee sind Überreste dieses früheren Gletschersees. Das Manitoba Escarpment, ein felsiges Hochland, das von den Gebirgszügen Porcupine, Riding und Duck gebildet wird, teilt die Region in die Manitoba-Ebene im Osten und die Saskatchewan-Ebene, die nach Westen hin leicht ansteigt. Die Manitoba-Ebene ist berühmt für ihre Seen und Wälder. Die Saskatchewan-Ebene hingegen ist aufgrund relativ trockener und fruchtbarer Böden die Kornkammer Kanadas.
Sämtliche Niederschläge in Manitoba fließen letztendlich in die Hudsonbai ab. Die wichtigsten Flüsse sind der Winnipeg und der Red River sowie dessen Zufluss, der Assiniboine. All diese Flüsse münden in den Winnipegsee. Der Nelson fließt Richtung Nordosten – vom Winnipegsee zur Hudsonbai. Der Churchill nimmt die kleineren Flüsse im Norden der Provinz auf. Im Bereich des Kanadischen Schildes befinden sich zahlreiche kleinere und größere Seen; die größten Seen (der Winnipegsee, der Winnipegosissee und der Manitobasee) befinden sich dagegen im Süden. Der Winnipegsee ist der größte See der Provinz. Insgesamt ist etwa ein Sechstel der Gesamtfläche Manitobas von Flüssen und Seen bedeckt.
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