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Windows Live® Suchergebnisse SamarkandEnzyklopädieartikel
Samarkand, Stadt im Zentrum Usbekistans, in der Flussoase des Serawschan gelegen. Samarkand verfügt über eine außerordentliche historische und kulturelle Bedeutung und gehört zudem zu den größten Städten und den wichtigsten Wirtschaftsstandorten in Usbekistan. Die bedeutendsten Produktionsgüter der Stadt sind Nahrungs- und Genussmittel (u. a. Tabak, Tee und Wein), Textilien, chemische Erzeugnisse (vor allem Kunstdünger) und Fahrzeugteile. Auch die feinmechanische Industrie sowie die Herstellung von Musikinstrumenten und Porzellan spielen eine wichtige Rolle. Von jeher hat Samarkand als Verkehrszentrum große Bedeutung. Früher kreuzten sich hier mehrere Karawanenstraßen. Die Stadt verfügt über einen Flughafen und liegt an der Transkaspischen Eisenbahn. Im Zentrum der Altstadt befindet sich der Rigestanplatz. Er wird von mehreren Zeugnissen islamischer Baukunst umrahmt, darunter einer Moschee und einer Medrese, die im 15. Jahrhundert gebaut wurde und damit zu den ältesten Koranschulen in Zentralasien zählt. In der näheren Umgebung des Rigestanplatzes befinden sich weitere Moscheen (überwiegend aus dem 14./15. Jahrhundert) sowie das Mausoleum des mongolischen Eroberers Timur-i Läng aus dem 15. Jahrhundert. Einen Kontrast zu den monumentalen Bauwerken bildet der überdachte Basar in der Nähe. Die Stadt ist Sitz einer Universität, die 1927 gegründet wurde, sowie weiterer Hochschulen. Zu den kulturellen Einrichtungen gehören zahlreiche Museen (u. a. das Historische Museum und das Museum der usbekischen Volkskunst) sowie ein Observatorium mit einer Sammlung astronomischer Geräte. Samarkand ist eine der ältesten Städte Zentralasiens. Der Ort ist bereits seit etwa 2000 v. Chr. besiedelt. Im 4. Jahrhundert v. Chr. wurde die Siedlung unter dem Namen Markanda Hauptstadt der persischen Provinz Sogdiana. 329 v. Chr. eroberte Alexander der Große die Stadt. In der Folgezeit entwickelte sie sich zu einem strategisch bedeutenden Handelszentrum auf der Route zwischen China und dem Mittelmeer. Im frühen 8. Jahrhundert wurde Samarkand von den Arabern eingenommen und kam in der Folgezeit nacheinander unter die Herrschaft von Samaniden, Seldschuken und Chwarism-Schahs. 1220 wurde die Stadt fast vollständig von dem Mongolenführer Dschingis Khan zerstört. Die Stadt erlebte eine neue Blüte, als Timur-i Läng sie 1369 zur Hauptstadt seines Reiches machte. Zu jener Zeit galt sie als eine der schönsten und bedeutendsten Städte der Welt. Nach dem Niedergang des Reiches nahmen 1500 die Schabaniden die Stadt ein. 1784 wurde Samarkand Hauptstadt des Khanats Buchara. 1868 fiel die Stadt an Russland. Von 1924 bis 1930 war Samarkand Hauptstadt der sozialistischen Sowjetrepublik Usbekistan. Als „Schnittpunkt der Weltkulturen” wurde die Stadt 2001 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. Die Einwohnerzahl beträgt etwa 361 000.
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