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    Titus Maccius Plautus (* um 254 v. Chr. in Sarsina, Romagna, Italien; † um 184 v. Chr.) war einer der ersten und produktivsten Komödiendichter im alten Rom.

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    Titus Maccius Plautus (c. 254–184 BCE), commonly known as Plautus, was a Roman playwright. His comedies are among the earliest surviving intact works in Latin literature.

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Titus Maccius Plautus

Enzyklopädieartikel

Titus Maccius Plautus (um 250 bis 184 v. Chr.), lateinischer Komödiendichter. Bereits zu Lebzeiten äußerst populär, beeinflusste er die europäische Dramatik nach der Renaissance nachhaltig. Unter anderem Ludovico Ariosto, Lope de Vega, Calderón, Shakespeare, Molière, Hans Sachs und Gotthold Ephraim Lessing wurden von ihm geprägt. Mit Cato dem Älteren und Terenz gehört Plautus zu den bedeutendsten Dichtern der römischen Vorklassik (siehe lateinische Literatur).

Plautus wurde um 250 v. Chr. in Sarsina bei Cesena in Umbrien geboren. Als Jugendlicher soll er nach Rom gegangen sein, wo er sich seinen Lebensunterhalt mit verschiedenen Tätigkeiten am Theater verdiente und sich bald – wohl während des 2. Punischen Krieges – als Komödiendichter etablierte. Von den 100 Komödien, die ihm zugeschrieben werden, sind jedoch nur noch 20 vollständig erhalten, darunter Mostellaria (des Weiteren ist Vidularia als Fragment überliefert). Fast alle stammen aus den letzten 20 Jahren seines Lebens. Plautus schrieb seine Komödien nach griechischem Vorbild und bearbeitete Dramen von Menander, Philemon, Diphilus und anderen Vertretern der „neuen Komödie” für ein römisches Publikum. Dabei fügte er zahlreiche lokale Anspielungen hinzu und verfremdete die reinen Sprechstücke durch Gesangs- und Tanzeinlagen – der Dialog bestimmte nur mehr etwa ein Drittel des Dramenverlaufs. Mit seinem ausgeprägten Sinn für Humor und seiner grandiosen Sprachbeherrschung (umgangssprachliches Latein) schuf er äußerst bühnenwirksame Farcen, die oftmals amüsanter waren als ihre Vorbilder. Dabei betonte er im Handlungsverlauf vor allem das Verwechslungs- und Intrigenmoment. Die Charaktere der griechischen Komödie und den groben Rahmen der Fabel jedoch behielt Plautus bei (alle Dramen spielen weiterhin in Griechenland). Zentrale Typen sind der Schmarotzer, der Kuppler, der prahlerische Krieger, der gerissene Sklave und die verliebte Greisin.

Plautus’ Komödien zeugen sowohl inhaltlich als auch formal von der schöpferischen Phantasie ihres Verfassers. Dabei reichte sein Repertoire von der komischen Travestie überlieferter Mythen (Amphitruo, nach Amphitryon) bis zur sentimentalen Romanze (Rudens), von der Verwechslungskomödie (Menaechmi) bis zum Charakterstück (Aulularia, Miles gloriosus), von der Posse (Casina) bis zur formvollendeten Komödie (Captivi und Trinummus). Der Dichter starb 184 v. Chr. in Rom.

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