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Muhammad Ali

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Muhammad AliMuhammad Ali

Muhammad Ali, bis 1965 Cassius Clay, (*1942), amerikanischer Boxer; Olympiasieger 1960 im Halbschwergewicht, als Profi dreimaliger Weltmeister im Schwergewicht, er gilt als einer der besten Boxer aller Zeiten.

Muhammad Ali wurde am 17. Januar 1942 als Sohn eines Malers in Louisville (Kentucky) unter dem Namen Cassius Marcellus Clay geboren. Er begann als Zwölfjähriger mit dem Boxsport. Sein erster großer internationaler Erfolg war der Gewinn der Goldmedaille im Halbschwergewicht 1960 bei den Olympischen Spielen von Rom. Anschließend wechselte er als Schwergewichtler ins Profilager. 1964 bestritt er nach 20 Profikämpfen seinen ersten Titelkampf, er besiegte Sonny Liston und wurde Weltmeister aller Klassen. Im gleichen Jahr schloss er sich der Black-Muslim-Bewegung an und änderte seinen Namen in Muhammad Ali. Unter dem Eindruck des Vietnamkrieges verweigerte er als gläubiger Muslim und Geistlicher 1967 den Kriegsdienst aus Gewissensgründen. Daraufhin wurde er zu fünf Jahren Gefängnis verurteilt, die Boxlizenz und der Weltmeistertitel wurden ihm entzogen. Nach Zahlung einer Kaution musste er die Gefängnisstrafe nicht antreten, und 1970 kehrte er in den Ring zurück. Noch im selben Jahr wurde Ali rehabilitiert, der Oberste Gerichtshof der USA erklärte seine Verurteilung für ungültig. Im März 1971 trat er in einem Titelkampf gegen Weltmeister Joe Frazier an und verlor nach Punkten.

Den Revanchekampf gegen Frazier im Januar 1974 gewann er nach Punkten. Im Oktober desselben Jahres holte sich Ali den Titel im Schwergewicht zurück, als er den Titelverteidiger George Foreman in Kinshasa (Zaire, heute Demokratische Republik Kongo) durch K. o. in der achten Runde besiegte. In einem der schwersten Kämpfe seiner Karriere behielt er 1975 erneut gegen Joe Frazier die Oberhand. Im Februar 1978 verlor er in Las Vegas (Nevada) den Titel an Leon Spinks, gewann ihn aber im selben Jahr in New Orleans (Louisiana) in einem 15-Runden-Kampf gegen Spinks zurück. Damit war er der erste Weltmeister aller Klassen, der das Gesetz „They never come back” zweimal durchbrach. 1979 erklärte er seinen Rücktritt, trat aber 37-jährig im folgenden Jahr noch einmal gegen Larry Holmes an und unterlag nach Aufgabe in der zehnten Runde. Den letzten Kampf seiner Karriere bestritt Ali im Dezember 1981 gegen Trevor Berbick (Punktniederlage). Muhammad Alis Kampfbilanz als Profi lautet 56 Siege (davon 37 durch K. o.) bei fünf Niederlagen.

Während seiner gesamten Karriere war Ali eine schillernde Persönlichkeit. Er liebte es, im Mittelpunkt der Medien zu stehen und seine Gegner zu provozieren. Ali bestach durch seinen harten Schlag, sein gutes Auge und seine typischen tänzelnden Bewegungen, mit denen er seinen Gegnern auswich. Seit Anfang der achtziger Jahre leidet er an der Parkinsonkrankheit. Bei den Olympischen Spielen 1996 in Atlanta (Georgia) stand Ali erneut im Rampenlicht, als er, von seiner Krankheit deutlich gezeichnet, das olympische Feuer entzündete. 1997 kam der mit dem Oscar prämierte Dokumentarfilm When We Were Kings (Regie: Leon Gast) in die Kinos, der den legendären Kampf zwischen Muhammad Ali und George Foreman in Kinshasa am 30. Oktober 1974 und seine Umstände nachzeichnet. Ali wurde im September 1998 zum Friedensbotschafter der Vereinten Nationen ernannt. Im November 1999 wurde er in Wien als „Sportler des Jahrhunderts” ausgezeichnet. Der amerikanische Regisseur und Produzent Michael Mann visualisierte das Leben des legendären Boxers in seinem bildkräftigen Spielfilm Ali (2001; Ali).

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