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  • Schnepfenvögel – Wikipedia

    Die Schnepfenvögel (Scolopacidae) sind eine Familie aus der Ordnung der Regenpfeiferartige (Charadriiformes).

  • Schnepfenvoegel

    wissenschaftlicher Name: <i>Scolopacidae</i>. Die Schnepfenvögel sind eine Familie der Regenpfeiferartigen

  • Schnepfenvögel

    Neben den eigentlichen Schnepfenvögeln sollen hier auch die Bekassinen, Limosaarten, Brachvögel, Wasserläufer und die Strandläufer vorgestellt werden.

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Schnepfenvögel

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FlussuferläuferFlussuferläufer

Schnepfenvögel, Familie mit rund 80 Arten von Watvögeln. Schnepfenvögel sind hauptsächlich in den kühleren Klimazonen der nördlichen Erdhalbkugel beheimatet. Die meisten Arten leben an Meeresküsten, einige kommen allerdings auch in Sümpfen, feuchten Waldgebieten, Teichen, Seen und Flüssen des Binnenlandes vor. Schnepfenvögel ernähren sich von Insekten, Mollusken und Krebsen. Die Beutetiere werden durch Stochern im weichen Boden aufgespürt.

Typisch für Schnepfenvögel sind lange Schnäbel, deren weiche Spitzen mit empfindlichen Tastkörperchen ausgestattet sind, lange Beine, ein kurzer Schwanz und zumeist lange, spitz auslaufende Flügel. Die kleinsten Arten der Familie sind so groß wie Sperlinge und gehören zur Gattung der Strandläufer, die größten werden etwa so groß wie Hühner. Zu den Schnepfenvögeln gehören beispielsweise Brachvögel, Schlammläufer, Bekassinen, Waldschnepfen, Kampfläufer und Rotschenkel; weitere bekannte Arten der Familie sind Knutt, Grünschenkel, und Sanderling.

Schnepfenvögel sind nicht bunt gefiedert, sondern in den verschiedensten Variationen grau, braun, gelbbraun, rotbraun, schwarz und weiß gefärbt – oft weist die Gefiederfarbe komplizierte Muster auf. Bei einigen Arten ist eine auffallende weiße Flügelzeichnung nur im Flug zu erkennen, beispielsweise bei dem in Europa und Asien vorkommenden Rotschenkel. Der etwa 22 Zentimeter große Steinwälzer, eine zirkumpolare Art, ist besonders auffällig rotbraun, schwarz und weiß gezeichnet.

Das Balzverhalten vieler Arten ist hoch entwickelt: Manche Arten präsentieren bestimmte Flugfiguren, bei anderen stolziert und tanzt das Männchen vor dem Weibchen. Der Gesang einiger Arten ist ebenso angenehm wie bei vielen Singvögeln, doch ist er nur an den Brutplätzen zu hören, die oft weit nördlich in der Tundra liegen. Die Mehrzahl der Schnepfenvögel nistet in Nestmulden am Boden; der Waldwasserläufer benutzt verlassene Baumnester anderer Vögel. Da viele dieser Arten in nordischen Breiten brüten, verlassen sie ihre Brutheimat nach dem kurzen arktischen Sommer. Schnepfenvögel ziehen zumeist nachts, sie sind schnelle Flieger. Zur Zugzeit versammeln sie sich in großer Zahl an Meeresküsten und überschwemmten Flächen.

Im Binnenland begegnet man häufig dem Flussuferläufer, er ist rund 20 Zentimeter lang. Man trifft ihn an Seen, Flüssen und Bächen; beim Laufen und Stehen wippt er ständig mit Kopf und Schwanz. An Sandstränden ist der gleich große Sanderling zu beobachten, man sieht ihn gelegentlich in Schwärmen an der Küste. Er ist im Herbst und Winter weißlich grau; im Frühjahr wird seine Oberseite rötlich braun. Als einziger Schnepfenvogel hat er keine Hinterzehe. Der kleinste Schnepfenvogel mit nur 13 Zentimeter Körperlänge ist der Wiesenstrandläufer, eine in Amerika weit verbreitete Art, die sowohl an Küsten als auch im Binnenland vorkommt. Er zieht oft mit anderen Schnepfenvögeln in gemeinsamen Schwärmen.

Systematische Einordnung: Schnepfenvögel bilden die Familie Scolopacidae der Ordnung Charadriiformes. Strandläufer gehören zur Gattung Calidris: Der Sanderling heißt Calidris alba, der Wiesenstrandläufer Calidris minutilla, der Knutt Calidris canutus und der Alpenstrandläufer Calidris alpina. Der Rotschenkel trägt den zoologischen Namen Tringa totanus, der Grünschenkel heißt Tringa nebularia und der Waldwasserläufer Tringa ochropus. Der Steinwälzer wird Arenaria interpres genannt, der Flussuferläufer Actitis hypoleucos und der Kampfläufer Philomachus pugnax.

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