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Pjotr Aleksejewitsch Fürst Kropotkin

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Pjotr A. Fürst KropotkinPjotr A. Fürst Kropotkin

Pjotr Aleksejewitsch Fürst Kropotkin (1842-1921), russischer Revolutionär und einer der führenden Theoretiker des kommunistischen Anarchismus.

Kropotkin wurde am 21. Dezember 1842 in Moskau geboren, wuchs in Sankt Petersburg auf und trat 1862 in die zaristische Armee ein, für die er in Sibirien auch als Geograph tätig war. Nach seiner Rückkehr nach Sankt Petersburg 1867 wurde er in die Russische Geographische Gesellschaft aufgenommen, in deren Auftrag er zwischen 1871 und 1873 verschiedene Forschungsreisen, u. a. nach Westeuropa, unternahm. In dieser Zeit kam er mit sozialistischem und sozialrevolutionärem Gedankengut in Kontakt und entwickelte sich zum Anarchisten.

1874 wurde er in Sankt Petersburg aufgrund seiner antizaristischen und anarchistischen Agitation verhaftet. 1876 konnte er aus der Haft entfliehen und gelangte schließlich in die Schweiz. 1881 aus der Schweiz ausgewiesen, ging er nach Frankreich, wo er 1882 erneut festgenommen und zu vier Jahren Haft verurteilt wurde. Nach seiner Freilassung 1886 lebte er bis zu seiner Rückkehr nach Russland 1917 vorwiegend in Großbritannien. Nach der Oktoberrevolution verzichtete er auf eine aktive Teilnahme am politischen Leben in Russland; die Übernahme der Macht durch die Bolschewiki lehnte er ab.

Während seines Exils legte Kropotkin seine anarchistischen Theorien, in deren Zentrum die völlige Abschaffung staatlichen Zwanges, gegenseitige Solidarität und der Gemeinbesitz an allen Produktions- und Konsumptionsmitteln stand, in zahlreichen Schriften nieder, u. a. in Paroles d’un révolté (1885; Teilübersetzung Gesetz und Autorität); La conquête du pain (1892; Wohlstand für alle); Memories of a revolutionist (2 Bde., 1899; Memoiren eines Revolutionärs); Mutual aid (1902; Gegenseitige Hilfe in der Entwicklung) und L’état, son rôle historique (1906; Die historische Rolle des Staates).

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