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Republik SudanEnzyklopädieartikel
Artikelgliederung
70 Prozent der Erwerbstätigen sind in der Landwirtschaft beschäftigt. Hauptanbauprodukt ist Baumwolle, daneben werden u. a. noch Hirse, Weizen, Reis, Sesam, Maniok und Zuckerrohr angebaut. Der Sudan hat die größte Bewässerungsfläche aller Staaten Afrikas, das Bewässerungsgebiet Al Gasira ist sogar das größte der Welt. Viehwirtschaft wird hauptsächlich von Nomaden betrieben. Weitere landwirtschaftlich nutzbare Gebiete sind das Niltal oberhalb Khartums.
Das wichtigste forstwirtschaftliche Produkt des Sudan ist Gummiarabikum. 90 Prozent des Holzeinschlages werden als Brennholz verwendet. Entlang der Flüsse und an der Küste gibt es Fischerei. Die jährliche Fangmenge beträgt jedoch nur ungefähr 63 600 Tonnen.
Es werden kleine Mengen Chrom, Mangan, Glimmer, Gold und Salz abgebaut. In geringem Umfang wird auch Öl gefördert.
Die Industrie beschränkt sich im Wesentlichen auf die Verarbeitung von Agrarprodukten. Wirtschaftliche Bedeutung haben die Textil- und Nahrungsmittelindustrie sowie die chemische Industrie. Insgesamt sind in diesem Wirtschaftsbereich 9 Prozent der Erwerbstätigen beschäftigt.
Die Währungseinheit war bis Mai 1992 das Sudanesische Pfund zu 100 Piastern; danach wurde der Sudanesische Dinar im Wert von 10 Sudanesischen Pfund eingeführt. Notenbank ist die 1960 gegründete Bank of Sudan. Die erste Börse des Sudan wurde 1995 eröffnet. Die Handelsbilanz ist defizitär. Fast die Hälfte der Exporte machten Baumwollfasern und Baumwollsamen aus. Weitere wichtige Exportgüter sind Gummiarabikum, Erdnüsse und Sesam. Die wichtigsten Importgüter sind Maschinen, Mineralölprodukte, Metallwaren und Textilien.
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