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Tokyo

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Geschichte

Das Gebiet der heutigen Stadt war schon in der Steinzeit besiedelt, wie archäologische Funde belegen. Um 1457 ließ ein Vasall bei dem Dorf Edo eine Burg bauen. Die Siedlung erlangte jedoch erst 1590 Bedeutung, als sie in den Besitz von Ieyasu Tokugawa überging. Er machte Edo 1603 zu seiner Hauptstadt, ließ die Burg restaurieren und erweitern. Das schnelle Wachstum der Stadt war dadurch sichergestellt, dass Ieyasu seinen Daimyos (Großgrundbesitzern) befahl, ihre Residenzen in Edo zu errichten, wo ihre Familien praktisch als Geiseln gehalten wurden. Anfang des 18. Jahrhunderts hatten sich in Edo zahlreiche Handwerker und Kaufleute niedergelassen, die zur Versorgung des Hofes gebraucht wurden. Mit dem Beginn der Meiji-Reform 1868 wurde der kaiserliche Hof nach Edo verlegt, und die Stadt wurde in Tokyo („östliche Hauptstadt”) umbenannt.

Tokyo litt häufig unter verheerenden Erdbeben und großen Bränden. Ein Großbrand zerstörte 1872 die Bezirke Ginza und Marunouchi. Der Wiederaufbau erfolgte nach westlichem Vorbild. Die schwerste Naturkatastrophe in der jüngeren Geschichte Tokyos waren jedoch das Erdbeben und Feuer von 1923, bei dem ein Großteil der Stadt zerstört wurde. Im Zuge des anschließenden Wiederaufbaus, der 1930 beendet war, entstanden mehr als 200 000 neue Gebäude, darunter viele nach westlichem Muster, sowie sieben Stahlbetonbrücken über den Sumida und einige Parks.

Im 2. Weltkrieg wurden Tokyo erneut schwere Schäden zugefügt. Luftangriffe im November 1944 und August 1945 legten große Teile der Stadt in Schutt und Asche. Von September 1945 bis April 1952 besetzten amerikanische Truppen Tokyo. Die Stadt erlebte anschließend eine Phase raschen Wachstums, in der eine umfassende Bautätigkeit mit der Anlage zahlreicher Wolkenkratzer im Zentrum erfolgte. 1964 fanden in der japanischen Metropole die Olympischen Spiele statt.

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