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Windows Live® Suchergebnisse XylemEnzyklopädieartikel
Xylem, holziges Gewebe bei höheren Pflanzen, das Wasser und anorganische Salze durch die Pflanze leitet und diese gleichzeitig stützt. In Blättern, Blüten und jungen Sprossachsen (Stängeln) findet sich das Xylem zusammen mit dem Phloem als Leitungsbahnen, den so genannten Leitbündeln. Wurzeln haben einen zentralen Xylemkern. Xylem, das in den Vegetationskegeln der Sprossachse und der Wurzeln entsteht, wird primäres Xylem genannt. Im Kambium, das zwischen Xylem und Phloem liegt, kann durch Zellteilung weiteres Xylem entstehen, das so genannte sekundäre Xylem. Dabei wächst das neue Xylem in den Wurzeln in Richtung des Zentrums, bei den meisten Sprossachsen dagegen nach außen. Manche Pflanzen weisen anders als Holzpflanzen wenig oder kein sekundäres Xylem auf. Das Xylem kann drei Arten verlängerter Zellen aufweisen: Tracheiden, Tracheen und Sklerenchymfasern. Alle diese Zellen sind im Reifezustand, in dem sie der Leitung dienen, abgestorben. Tracheiden sind lang gestreckte Zellen mit dicken Wänden, für die kleine, fest umrissene dünne Bereiche kennzeichnend sind, die so genannten Tüpfel. Die Einzelzellen der Tracheen, die Gefäßglieder, sind spezialisierte Tracheiden, deren Zellwände an ihren Enden eine oder mehrere Poren aufweisen; vertikal aneinandergereihte Gefäßglieder bilden eine durchgehende Röhre, die als Trachee oder Gefäß bezeichnet wird. Sklerenchymfasern sind spezialisierte Tracheiden mit stark verdickten Wänden. Der Leitung dienen sie nur in geringem Umfang, vielmehr ist ihre Aufgabe, das Xylem zu verstärken. Das Xylem von Pflanzen, die entwicklungsgeschichtlich sehr alt sind, etwa von Farnen und Koniferen, besteht ausschließlich aus Tracheiden. Bei den meisten Bedecktsamern enthält das Xylem auch gut entwickelte Gefäße und Holzfasern. Da die Abfolge der Schritte in der Spezialisierung all dieser Gewebe gut zu beobachten ist, liefert die Erforschung des Xylems wichtige Hinweise auf die Entwicklungsgeschichte der höheren Pflanzen.
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