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Pommern

Enzyklopädieartikel

Pommern (polnisch Pomorze), ehemalige preußische Provinz an der Ostsee. Nach der Niederlage des Deutschen Reiches im 2. Weltkrieg wurde Pommern geteilt mit der Oder als Grenze zwischen beiden Regionen. Das Gebiet westlich der Oder war Teil der Sowjetischen Besatzungszone (der späteren DDR 1949-1990). Seit der deutschen Wiedervereinigung im Jahre 1990 gehört das Gebiet zum Bundesland Mecklenburg-Vorpommern. Das Gebiet östlich der Oder, das den größten Teil Pommerns umfasst, wurde der polnischen Verwaltung unterstellt. Im Rahmen des Warschauer Vertrags (1970) wurde das Gebiet offiziell als polnisches Staatsgebiet anerkannt.

Während des Mittelalters bezeichnete man mit dem Begriff Pommern das Gebiet an der Ostseeküste zwischen Weichsel und Oder, das um 600 n. Chr. von slawischen Stämmen besiedelt worden war, die das Land Pomorje („Küstenland”) nannten. Nachdem das Gebiet vom Deutschritterorden erobert worden war, verschob sich die Grenze allmählich nach Westen. Der Bereich westlich der Weichsel und nördlich der Netze, die so genannten Pomerellen, fiel an Polen. Im Rahmen des Westfälischen Friedens (1648) wurde Pommern zwischen Brandenburg und Schweden aufgeteilt. Brandenburg (nach 1701 das Königreich Preußen) fiel 1720 ein Teil des schwedischen Pommerns zu, 1772 schließlich erhielt es die Pomerellen. 1815 wurde auf dem Wiener Kongress Pommern unter preußische Verwaltung gestellt.

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