Auswahl der Encarta-Redaktion
Gute Bücher zum Thema "Polen", ausgewählt von den Encarta-Redakteuren.
Verwandte Elemente
Daten und Fakten
Suche in Encarta
In Encarta suchen nach Polen

Windows Live® Suchergebnisse

Alle Suchergebnisse anzeigen:
Windows Live® Suchergebnisse
Seite 2 von 13

Polen

Enzyklopädieartikel
Multimedia
Polen (Flagge und Hymne)Polen (Flagge und Hymne)
Artikelgliederung
2.3

Klima

Polen liegt im Übergangsbereich zwischen dem ozeanisch geprägten Klima Mitteleuropas und dem kontinentalen Klima Osteuropas. Das Klima im Westen wird noch durch den Golfstrom beeinflusst, nach Osten werden die Temperaturunterschiede im Jahresverlauf größer.

Die mittleren Temperaturen im Januar reichen von -1 °C im Westen bis zu -5 °C in den Mittel- und Hochgebirgen der südlichen Landesteile. Im Sommer reichen die Durchschnittstemperaturen von rund 17 °C an der Ostsee bis etwa 20 °C im Südosten. Die höchsten Temperaturen können örtlich über 40 °C liegen. Mit -41 °C wurde 1940 bei Siedlce die tiefste Temperatur gemessen.

Die durchschnittliche Niederschlagsmenge beträgt in Polen nur 610 Millimeter; in den Gebirgen liegt sie zwischen 1 200 und 1 500 Millimetern, in den Ebenen um 500 Millimeter. Das Niederschlagsmaximum fällt auf den Sommer.

2.4

Flora und Fauna

Polen war ursprünglich zu großen Teilen mit Laub- und Mischwäldern bestanden. Heute sind 29,4 Prozent der Landesfläche bewaldet (2005), wobei vier Fünftel der Wälder aus Nadelwäldern bestehen. Hier sind Kiefern neben Fichten, Lärchen und Tannen vorherrschend. Seltener sind Eichen-Hainbuchenwälder oder reine Buchenwälder. In den zahlreichen Feuchtgebieten dominieren Erlen, Weiden und Pappeln; im nördlichen Polen existieren noch größere Moore. Viele Wälder wurden abgeholzt, um Ackerland zu gewinnen. Ein Großteil ist durch regionale Luftverschmutzung stark geschädigt, vor allem in den südlichen Mittelgebirgen. Andererseits gibt es insbesondere in den zahlreichen Schutzgebieten noch Urwälder.

Polens Tierwelt ist sehr artenreich, vor allem in den Nationalparks. Im Nationalpark Białowieża, direkt an der Grenze zu Weißrussland, wurden Wisente neu angesiedelt; die dort freigelassenen Tiere stammen aus einem Zuchtprogramm, dem die letzte Herde reinblütiger Wisente zugrunde lag. In den Hochgebirgen leben noch Wölfe und Braunbären, weitere bemerkenswerte Säugetiere sind Luchse, Wildkatzen, Marderhunde, Fischotter, Elche, Mufflons, Gämsen, Biber, Feldhamster, Perlziesel und Schneehasen. Zur vielfältigen Avifauna (Vogelwelt) gehören Großtrappen, Auerhühner, Weiß- und Schwarzstörche sowie See-, Fisch- und Schreiadler.

2.5

Umweltsituation

Die ökologische Gesamtsituation in Polen ist kritisch. Die Energieversorgung des Landes basiert auf der Verbrennung fossiler Brennstoffe. Viele Baumbestände sind durch den sauren Regen geschädigt. Polen hat außerdem mit der Wasserverschmutzung zu kämpfen, die durch den Einsatz von Düngemitteln und Pestiziden in der Landwirtschaft verursacht wird. Die Küsten an der Ostsee sind stark verschmutzt. Doch die Situation hat sich mittlerweile verbessert. Die Immissionsschutzmaßnahmen in Bezug auf Industrie- und Autoabgase orientieren sich an westeuropäischen Standards. Viele veraltete Industriebetriebe, die einst zu den Hauptverursachern der Umweltverschmutzung gehörten, wurden stillgelegt oder modernisiert. Als Folge davon sind einige Gebiete weniger verschmutzt.

Polen verfügt über 17 Nationalparks. Insgesamt stehen 28,1 Prozent (2007) der Landesfläche unter Naturschutz. Im Rahmen des Biosphärenprogramms der UNESCO wurden sieben Biosphärenreservate ausgewiesen.

3

Bevölkerung

Die Einwohnerzahl Polens beträgt 38,5 Millionen (2008). Die durchschnittliche Bevölkerungsdichte liegt bei 127 Einwohnern pro Quadratkilometer, variiert aber stark zwischen dem relativ dicht besiedelten Süden und dem Norden. Das Wachstum der Bevölkerung beträgt -0,04 Prozent im Jahr (2008).

Etwa 98 Prozent der Bevölkerung sind Polen. Die größten ethnischen Minderheiten sind Ukrainer und Weißrussen, zu den kleineren Gruppen gehören u. a. Slowaken, Tschechen, Litauer, Deutsche, Roma und Juden.

Die Verstädterung hat seit dem Ende des 2. Weltkrieges zugenommen; mittlerweile leben 62 Prozent der Bevölkerung in Städten (2005). Obwohl die Bevölkerung vergleichsweise jung ist, nimmt das Durchschnittsalter ständig zu.

Seit dem Ende der massiven Bevölkerungsverschiebungen in den ersten Jahren nach dem 2. Weltkrieg sind Größe und Zusammensetzung der Einwohnerschaft kaum noch durch Wanderungsbewegungen beeinflusst worden. Seit 1950 sind hauptsächlich Deutsche und Juden ausgewandert, eingewandert sind überwiegend polnische Heimkehrer aus den früheren Republiken der Sowjetunion. Etwa zwölf Millionen Menschen polnischer Herkunft leben im Ausland. Sechs bis sieben Millionen von ihnen haben sich in den Vereinigten Staaten niedergelassen. Die Zahl der Polen in Russland und den Nachfolgestaaten der Sowjetunion wird auf eine bis 2,5 Millionen geschätzt.

3.1

Wichtige Städte

Über 40 Städte haben mehr als 100 000 Einwohner, aber nur in fünf von ihnen leben mehr als 500 000 Menschen. Die größten Städte sind die Hauptstadt Warszawa (Warschau, 1,69 Millionen Einwohner; 2005), Łódź (760 000), Kraków (Krakau, 756 000), Wrocław (Breslau, 635 000), Poznań (Posen, 565 000), Gdańsk (Danzig, 457 000), Szczecin (Stettin, 414 000), Bydgoszcz (Bromberg, 369 000), Katowice (Kattowitz, 319 000) und Lublin (357 000).

Zurück
| | | | | | | | | ... 
Nächste
In diesem Artikel suchen
Druckerfreundliche Version der Seite
Versenden




© 2008 Microsoft