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Windows Live® Suchergebnisse Johann ComeniusEnzyklopädieartikel
Johann Comenius, eigentlich Jan Amos Komenský, (1592-1670), tschechischer Theologe und Pädagoge. Johann Amos Comenius wurde am 28. März 1592 in Nivnice (Südmähren) geboren. Er besuchte die Universität in Heidelberg und arbeitete als Lehrer in den mährischen Städten Přerov und Fulnek, bis zu Beginn des Dreißigjährigen Krieges die katholisch-kaiserlichen Truppen die Protestanten in Mähren ins Exil trieben. Er ließ sich danach in Leszno (Polen) nieder und war ab 1632 Bischof der Mährischen Brüder. 1638 wurde er von Schweden eingeladen, um bei Bildungsreformen zu helfen. Von der englischen Regierung erhielt er eine ähnliche Einladung, doch er verließ das Land 1641 kurz nach Ausbruch des Englischen Bürgerkrieges und zog weiter nach Schweden, wo er bis 1648 arbeitete. Danach lebte er in Polen, Ungarn und ab 1656 in den Niederlanden. Comenius wurde vor allem für seine Beiträge zu Lehrtechniken bekannt, die zusammen mit den von ihm aufgestellten Prinzipien der Erziehung in Didactica magna (1628-1632; übersetzt 1960, Große Didaktik) enthalten sind. Das didaktische Prinzip der Anschauung wird dabei besonders hervorgehoben. Er war der Erste, der die alten Sprachen mit Hilfe paralleler Textstellen der antiken und modernen Sprachen lehrte. Sein Werk Orbis sensualium pictus (1658; Nachdruck 1979), ein Lehrbuch für Latein, soll das erste illustrierte Unterrichtsbuch für Kinder gewesen sein. Comenius wollte in einem gestaffelten Erziehungs- und Schulsystem (der Mutterschule, der Muttersprachschule, der Lateinschule, der Universität) „allen alles gründlich” lehren. Comenius starb am 15. November 1670 in Amsterdam.
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