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  • Thomas Becket - Wikipedia, the free encyclopedia

    edit] Early life. Thomas Becket was born around 1118 in Cheapside, London, to Gilbert of Thierceville, Normandy, and Matilda (with a familiar name of Roheise or Rosea) of Caen. [1 ...

  • Thomas Becket – Wikipedia

    Thomas Becket, auch bekannt als Thomas von Canterbury oder Thomas Beckett, (* 21. Dezember 1118 in London; † 29. Dezember 1170 in Canterbury) war englischer Lordkanzler und von ...

  • BECKET, Thomas

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Thomas Becket

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Das Martyrium Thomas BecketsDas Martyrium Thomas Beckets
Artikelgliederung
1

Einleitung

Thomas Becket, auch Thomas à Becket, Thomas von Canterbury, (um 1118 bis 1170), Lordkanzler von England (1155-1162) und Erzbischof von Canterbury (1162-1170), 1173 heiliggesprochen (Festtag: 29. Dezember). Im Konflikt zwischen weltlicher und klerikaler Macht wandelte sich der enge Freund und mächtigste Gefolgsmann König Heinrichs II. zu dessen erbittertstem Gegner und Streiter für die kirchlichen Privilegien und die Interessen des Papsttums. Nach seiner Ermordung wurde er als Märtyrer verehrt.

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Ausbildung und Aufstieg

Becket wurde am 21. Dezember vermutlich des Jahres 1118 in London als Sohn eines wohlhabenden normannischen Kaufmanns aus Rouen geboren. Nach seiner Schulausbildung in London und einem Studium der Rechte in Paris trat er um 1141 in die Dienste des Erzbischofs Theobald von Canterbury, dessen Vertrauen er bald gewann und an dessen Hof er die Welt der Macht und der Politik kennen lernte. Als Sekretär begleitete er den Erzbischof auf Reisen, u. a. nach Rom und 1148 zum päpstlichen Konzil in Reims. Um seine Kenntnisse des Kirchenrechts zu erweitern, studierte er, von Theobald freigestellt, in Auxerre und Bologna, wo er um 1150 vermutlich dem Kanonisten Rolando Bandonelli – später Papst Alexander III. – begegnete. Ende 1154, wenige Tage nach der Thronbesteigung Heinrichs II., beförderte Theobald Becket zum Archidiakon (höchsten Kirchenbeamten) von Canterbury und empfahl ihn bald darauf dem mit 21 Jahren noch politisch wenig erfahrenen Monarchen als Kanzler.

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Lordkanzler Heinrichs II. (1155-1162)

Als engster Berater des um 15 Jahre jüngeren Königs führte Becket, mit großen Vollmachten ausgestattet, sämtliche Regierungsgeschäfte. So oblagen ihm die Aufsicht über den Staatshaushalt, die Verwaltung des Reiches und die Rechtsprechung. Durch eine Vielzahl königlicher Erlasse gelang es ihm, das Lehnswesen neu zu regeln und damit die Stellung der Krone gegenüber Baronen und Bischöfen zu stärken.

Becket blieb zwar Archidiakon von Canterbury, doch gab er in den Jahren seiner Kanzlerschaft der Verpflichtung, die Macht des Königs zu mehren, den Vorzug und enttäuschte die Hoffnung der Geistlichkeit auf eine Stärkung ihres Einflusses auf die Spitze des Königreiches. Vielmehr machte sich Becket die Bestrebungen des machtbewussten Königs zu eigen, die weltliche Vormacht wieder in dem Umfang herzustellen, wie sie als Ergebnis des Investiturstreits in England unter den letzten normannischen Königen bestanden hatte. Damit zog er sich die Feindschaft eines Teils der Kirchenfürsten zu. Anstoß erregte Becket auch mit dem Prunk, den er zur Demonstration seines neuen Reichtums entfaltete, mit dem der König seinen Kanzler für die erfolgreiche Geschäftsführung belohnt hatte. Der Überlieferung zufolge pflegte Becket jedoch seinen luxuriösen Lebensstil nur öffentlich und nur in Rücksicht auf sein hohes Amt; in seiner persönlichen, privaten Lebensführung soll er nahezu asketisch geblieben sein und seine Frömmigkeit bewahrt haben.

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Erzbischof von Canterbury (1162-1170)

Als Theobald 1161 starb, nahm König Heinrich II. mit seinem Recht, den Nachfolger zu nominieren, die vermeintliche Gelegenheit wahr, die vollständige Kontrolle über die Kirche von England zu gewinnen, und trug seinem Kanzler Becket das vakante Amt an. Sich des Loyalitätskonflikts bewusst, akzeptierte Becket erst nach anfänglicher Weigerung und langem Bedenken. Am 27. Mai 1162 wählte ihn die Versammlung der Äbte und Bischöfe zum Primas. Um das neue Amt ausüben zu können, musste Becket sich anschließend noch zum Priester und zum Bischof weihen lassen.

Zum Erstaunen und Ärger des Königs legte Becket fast unmittelbar nach seiner Weihe als Erzbischof das Kanzleramt nieder, verschrieb sich vorbehaltlos den Interessen der Kirche, wandelte sein Auftreten radikal und führte ein schlichtes Leben nach Art der Benediktiner. Sein Sinneswandel kam der Politik von Papst Alexander III. entgegen, der 1159 angetreten war, die Unabhängigkeit des Papsttums durch die Trennung von Kirche und Staat durchzusetzen. Schon bald kam es zu ersten Konflikten zwischen Becket und Heinrich II., so über die Besetzung von Kirchenämtern, die Zuständigkeit der weltlichen Gerichtsbarkeit für Mitglieder des Klerus und die Ankündigung des Königs, von Kirchengütern Grundsteuer (Danegeld) einzuziehen.

In der Auseinandersetzung über die Konstitutionen von Clarendon, mit denen Heinrich II. unter Rückgriff auf die Gebräuche zu Zeiten seines Großvaters Heinrich I. die Privilegien der Kirche beschneiden wollte, kam es 1164 zum offenen Bruch zwischen König und Erzbischof. Becket verurteilte die Beschlüsse als dem kanonischen Recht widersprechend und erkannte sie nicht an.

Der König betrachtete seinen früheren Lordkanzler nun als Rebell und Verräter, und klagte ihn u. a. wegen Verletzung der Lehenspflichten (Felonie) an. Becket entzog sich der Verhaftung durch Flucht und begab sich in Frankreich unter den Schutz des Papstes Alexander III., der seinerseits vor Gegenpäpsten und Kaiser Friedrich I. Barbarossa aus Rom geflohen war. Aus dem Exil führte Becket den Kampf gegen Heinrich II. weiter; die dem König ergebenen Bischöfe exkommunizierte er.

Auf Drängen des Papstes, der an einem Konflikt auch mit dem englischen König, der immerhin ein Drittel Frankreichs beherrschte, letztlich nicht interessiert war, willigte Becket 1170 in eine formelle Versöhnung mit Heinrich ein. Nach dessen Friedensangebot kehrte Becket am 3. November 1170 unter dem Jubel der heimischen Bevölkerung nach England zurück. Mit der Wiederaufnahme seiner Amtsgeschäfte in Canterbury setzte er seine Auseinandersetzung mit dem königstreuen Flügel des Klerus jedoch fort. Als Provokation betrachtete Heinrich II., der zu dieser Zeit in der Normandie weilte, die Weigerung Beckets, die von Alexander III. autorisierte Exkommunizierung der Erzbischöfe von York und London zu widerrufen (diese hatten Heinrichs Sohn zum Mitkönig gekrönt und sich damit eine allein dem Erzbischof von Canterbury zustehende Amtshandlung angemaßt). Nach einem Wutausbruch des Königs reisten – der Überlieferung nach aus eigenen Stücken – vier Ritter nach England und erschlugen Becket am 29. Dezember 1170 in der Kathedrale von Canterbury während des Vespergottesdienstes.

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