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Windows Live® Suchergebnisse Zulfikar Ali Khan BhuttoEnzyklopädieartikel
Zulfikar Ali Khan Bhutto (1928-1979), pakistanischer Politiker, Staatspräsident (1971-1973) und Ministerpräsident (1973-1977) von Pakistan. Zulfikar Ali Khan Bhutto wurde am 5. Januar 1928 in Larkana (Provinz Sind) geboren. Er studierte u. a. in den USA und in England Jura und wurde Rechtsanwalt, ehe er sich der Politik zuwandte. Unter Staatspräsident Ayub Khan hatte er mehrere Kabinettsposten inne; zuletzt, ab 1963, war er Außenminister, wurde allerdings 1966 von Ayub Khan wegen seiner prochinesischen Politik und seines Widerstandes gegen den Friedensschluss mit Indien entlassen. 1967 gründete Bhutto die Pakistan People’s Party (PPP, Pakistanische Volkspartei), die sich rasch zur größten Partei in Westpakistan entwickelte und 1969 maßgeblichen Anteil am Sturz Ayub Khans hatte. 1968/69, auf dem Höhepunkt der Unruhen gegen die Regierung Ayub Khan, war Bhutto kurzzeitig inhaftiert, weil er Ayub Khans Regierung als diktatorisch kritisiert hatte. Aus den Wahlen zur Nationalversammlung im Dezember 1970 ging Bhuttos PPP als stärkste Partei in Westpakistan hervor, während in Ostpakistan die separatistische Awami-Liga fast alle Mandate gewann. Mit seiner entschiedenen Ablehnung einer Sezession Ostpakistans und seiner Verweigerung jeglicher Zusammenarbeit mit der Awami-Liga trug Bhutto in der Folge mit zum Ausbruch des Bürgerkrieges bei, in dessen Verlauf sich Ostpakistan mit indischer Unterstützung als Bangladesch von Pakistan loslöste. Im Dezember 1971, unmittelbar nach dem Ende des Sezessionskrieges gegen Bangladesch und dem Rücktritt des Präsidenten Jahja Khan, wurde Bhutto Staatspräsident eines um Ostpakistan/Bangladesch verkleinerten Pakistan. Er leitete eine Reihe von Reformen ein, die das Land zu zivilen Strukturen zurückführen und einen sozialen Ausgleich schaffen sollten: Er entfernte das Militär aus politisch einflussreichen Positionen, verstaatlichte Banken und Schlüsselindustrien und führte eine Landreform durch. 1973 wurde eine neue, parlamentarisch-demokratische Verfassung verabschiedet, und unter dieser neuen Verfassung übernahm Bhutto das mit weit reichenden Vollmachten ausgestattete Amt des Ministerpräsidenten. In der Folgezeit stießen sein autoritärer Führungsstil wie sein innen- und wirtschaftspolitischer Kurs zunehmend auf den Widerstand verschiedener oppositioneller Gruppen und provozierte teils heftige Unruhen, denen die Regierung Bhutto mit repressiven Maßnahmen begegnete. Einen Höhepunkt erreichten die Unruhen nach den Wahlen vom März 1977, aus denen nach offiziellen Angaben die PPP als Siegerin hervorgegangen war – nach Auffassung der Opposition allerdings durch Wahlbetrug. Vor dem Hintergrund dieser blutigen Unruhen stürzte General Mohammed Zia ul-Haq am 5. Juli 1977 Bhutto durch einen Militärputsch; wenig später wurde Bhutto wegen Anstiftung zum Mord an einem politischen Gegner angeklagt, für schuldig befunden und zum Tod verurteilt. Am 4. April 1979 wurde Bhutto in Rawalpindi hingerichtet. Die Führung der PPP übernahm seine Tochter Benazir Bhutto.
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