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Windows Live® Suchergebnisse Achaiischer BundEnzyklopädieartikel
Achaiischer Bund, Bündnis peloponnesischer Stadtstaaten im antiken Griechenland. Der Achaiische Bund bestand bereits früh als lockerer Verbund von zwölf peloponnesischen Städten, nahm aber erst im 4. Jahrhundert v. Chr. festere Formen an; politisch spielte der Bund zunächst nur eine untergeordnete Rolle. Im späten 4. Jahrhundert v. Chr. wurde er aufgelöst. 280 v. Chr. bildete sich der Achaiische Bund aus den vier nördlichen peloponnesischen Städten neu. Nach dem Beitritt der Städte Sikyon, Korinth, Megalopolis und Argos in den Jahren 251 bis 229 v. Chr. gelangte der Bund zu großer Stärke. Er war zunächst gegen Makedonien gerichtet, verbündete sich jedoch 225 v. Chr. mit Makedonien gegen Sparta. 198 v. Chr. schloss sich der Bund Rom an und hatte sich mit Billigung Roms bis 191 v. Chr. über nahezu die gesamte Peloponnes, auch Sparta, ausgedehnt. Nach seiner Niederlage im Krieg gegen Rom, der durch Spartas Versuch, sich von dem Bund zu trennen, provoziert worden war, löste sich der Bund 146 v. Chr. auf. Der Achaiische Bund war eine Föderation, jedes Mitglied war autonom. Alle Mitglieder waren in den drei gemeinsamen Gremien Magistrat, Rat und Volksversammlung vertreten. Der Rat trat wahrscheinlich zweimal im Jahr zusammen, die Volksversammlung fallweise, wenn über Krieg und Frieden sowie über Bündnisse entschieden werden musste. Zu den führenden Staatsmännern des Achaiischen Bundes gehörten Aratos von Sikyon und Philopoimen von Megalopolis.
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