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Republik SingapurEnzyklopädieartikel
Artikelgliederung
Größte Bevölkerungsgruppe sind die Chinesen mit etwa 77 Prozent, gefolgt von Malaien (14 Prozent) und Indern (8 Prozent). Die meisten Einwohner sind Nachkommen der Einwanderer, die nach der Gründung der Stadt Singapur ab 1819 in das Gebiet gelangten. Singapur hat etwa 4,61 Millionen Einwohner (2008). Die Bevölkerungsdichte liegt bei 6 747 Einwohnern pro Quadratkilometer; in einzelnen Wohnbezirken der Stadt wurden schon Werte von bis zu 200 000 Einwohnern pro Quadratkilometer erreicht. Die Bevölkerung konzentriert sich auf den Südteil der Insel. Die Lebenserwartung liegt für Männer bei 79,3 und für Frauen bei 84,7 Jahren (2008) und gehört zu den höchsten in Asien. Das jährliche Bevölkerungswachstum beträgt 1,1 Prozent. Die früher höheren Werte konnten durch eine umfassende Politik der Geburtenkontrolle verringert werden.
Die Republik Singapur hat vier Amtssprachen: Englisch, Chinesisch, Malaiisch und Tamil. Malaiisch ist die Nationalsprache, während Englisch in Verwaltung, Wissenschaft, Technik, Wirtschaft und Tourismus Verwendung findet. Die Chinesen sprechen eine Reihe verschiedener Dialekte.
Die Chinesen sind überwiegend Buddhisten (mit 42 Prozent der Gesamtbevölkerung stärkste Glaubensgemeinschaft) oder Taoisten, der überwiegende Teil der Malaien bekennt sich zum Islam, die Inder mehrheitlich zum Hinduismus. Etwa 15 Prozent der Einwohner sind Christen (überwiegend Katholiken). Daneben leben in Singapur auch einige Sikhs, Juden sowie Anhänger des Jainismus und des Parsismus.
Zu den nationalen Feiertagen gehören das christliche Neujahr am 1. Januar, das chinesische Neujahrsfest (die Daten variieren nach dem chinesischen Mondkalender und fallen meistens in den Februar), Ostern, der Tag der Arbeit (1. Mai), der Wesak-Tag (im fünften Monat des Mondkalenders), der höchste Feiertag der Buddhisten, der Nationalfeiertag (9. August) und Weihnachten (25. Dezember). Der Nationalfeiertag erinnert an die Unabhängigkeit Singapurs 1965. Hari Raya Puasa ist das Fest zum Ende des islamischen Fastenmonats Ramadan. In Singapur sind diese Feierlichkeiten einzigartig, da auch Anhänger aller anderen Religionen willkommen sind. Hari Raya Haji ist ein Feiertag der Muslime, die die Pilgerreise nach Mekka gemacht haben. Deepavali (Fest der Lichter) ist ein wichtiger Feiertag für Hindus und Sikhs, an dem der Triumph des Lichtes über die Dunkelheit gefeiert wird. Das Fest der neun Kaisergötter, an den ersten neun Tagen des neunten Mondmonats, hat sich aus einem alten chinesischen Reinigungsritual entwickelt. Während der neun Tage werden aufwendige symbolische Zeremonien durchgeführt, wie z. B. das Überschreiten eigens erbauter Brücken vor dem Betreten eines Tempels. Alles Schlechte aus dem zu Ende gehenden Jahr soll beim Überqueren der Brücken von den Gläubigen abfallen.
Es gibt keine umfassende gesetzliche Sozialversicherung, dafür aber eine Reihe sozialer Hilfsmaßnahmen, von denen ein Teil über private Träger finanziert wird. Das Gesundheitswesen ist sehr gut ausgebaut und zählt zu den besten in Südostasien.
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