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Bangalore

Enzyklopädieartikel
Artikelgliederung
1

Einleitung

Bangalore, Stadt im südlichen Indien, Hauptstadt des Bundesstaates Karnataka, größte Stadt im südlichen Dekkan und eines der bedeutendsten Industriezentren des Landes.

2

Wirtschaft

Bangalore gehört zu den am schnellsten wachsenden Städten Indiens. Das milde Klima des in rund 950 Meter Höhe gelegenen Bangalore ist ein wichtiger Standortvorteil im Vergleich zu anderen indischen Metropolen und ein Grund dafür, dass sich moderne Unternehmen bevorzugt hier ansiedeln. Zu den bedeutendsten Produktionsgütern gehören u. a. Computer, Geräte der Telekommunikation, Flugzeuge und Maschinen. Angesichts der Konzentration von Hightechunternehmen werden die Stadt und ihr Umland auch als „Indian Silicon Valley” bezeichnet. Bangalore ist auch das Zentrum für das Raumfahrtprogramm Indiens und eines der herausragenden Entwicklungszentren für Computersoftware. Traditionell bedeutend sind Tabakverarbeitung, Textilindustrie sowie Herstellung von Glaswaren und Nahrungsmitteln.

3

Stadtbild und Kultur

Bangalore zählt zu den am westlichsten geprägten Städten Indiens. Das moderne Stadtbild weist einen schachbrettartigen Grundriss auf und wird eher von Parkanlagen als von historischen Bauwerken geprägt. Zahlreiche englische Namen von Straßen oder Stadtvierteln (u. a. Fraser Town) erinnern an die koloniale Vergangenheit. Zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten zählen die Venkatappa Art Gallery mit Bildern moderner indischer Künstler sowie das Technological and Industrial Museum mit vielen Objekten zur Geschichte der Technik. Das Government Museum umfasst neben zahlreichen Musikinstrumenten auch eine Skulpturensammlung.

Die im 18. Jahrhundert angelegten Lal Bagh Gardens beherbergen u. a. den botanischen Garten der Stadt, zu dem mehrere Lotosteiche gehören. Nordwestlich der Gärten befinden sich die Überreste der Mitte des 18. Jahrhunderts unter Haidar Ali errichteten Festung. Ein weiteres Zeugnis früherer muslimischer Herrschaft ist der Palast Tipu Sultans. Die Stadt ist Sitz der Universität von Bangalore (1964); andere bedeutende Bildungs- und Forschungseinrichtungen sind das Indian Institute of Science (1909) und die Universität für Agrarwissenschaften (1964).

4

Geschichte

Die Stadt Bangalore wuchs um ein Fort, das 1537 erbaut wurde. Ende des 18. Jahrhunderts geriet sie nach der Niederlage der von Tipu Sultan geführten Truppen unter die Herrschaft der Briten, die Bangalore zur Garnisonsstadt ausbauten. Das inzwischen wesentlich erweiterte Fort diente ab 1831 als britisches Verwaltungszentrum, bis die Stadt 1881 an den Maharadscha von Mysore zurückgegeben wurde.

Die Einwohnerzahl beträgt etwa 5,69 Millionen (2001).

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